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Jubiläum

27.10.2017

Stolz der Stotzarder ist jetzt 25 Jahre alt

„Es ist etwas Großartiges entstanden, etwas, was viele nicht für möglich hielten.“Vor 25 Jahren wurde das Gemeinschaftshaus im Aindlinger Ortsteil Stotzard gebaut. Dieses Jubiläum wurde bei einem Festakt gefeiert.
Bild: Michael Keller

1992 wurde das Gemeinschaftshaus in Betrieb genommen. Beim Festakt blicken die Redner auf die damaligen Probleme zurück.

Am 3. Oktober 1992 wurde in Stotzard das neu erbaute Gemeinschaftshaus eingeweiht. Zum 25. Jubiläum fand nun ein Festakt statt. Das für die Pfarrei und für die Vereine in diesem Ortsteil der Marktgemeinde Aindling so wichtige Gebäude wurde damals gegen viele Widerstände realisiert und vom Mai 1991 bis Anfang Oktober 1992 – also in nur 17 Monaten – errichtet. Trotz der Übernahme der Bauträgerschaft durch den Markt Aindling musste jahrelang mit dem Marktgemeinderat und mit dem Landratsamt, das den Ort des Bauvorhabens als Außenbereich betrachtete, um die Zustimmung gerungen werden. Heute ist das Haus als Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in der Pfarrei nicht mehr wegzudenken.

Im voll besetzten Saal des Gemeinschaftshauses begrüßte Michael Balleis, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr, den Aindlinger Bürgermeister Tomas Zinnecker sowie die Vorsitzenden und Abordnungen aller Stotzarder Vereine. Er brachte zum Ausdruck, wie stolz die Stotzarder heute noch auf ihr Gemeinschaftshaus sind und wie wichtig es für die Pfarrei ist.

Franz Reich ging auf die Entstehungsgeschichte und den Werdegang des Bauvorhabens ein. In den Mittelpunkt stellte er den Zusammenhalt in der Pfarrei und zwischen den Vereinen sowie die nachhaltige Unterstützung der Bürger. Ebenso würdigte er die 25000 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden. Dass sich bereits im frühen Planungsstadium Menschen zur Verfügung stellten, die in besonderer Weise Verantwortung übernahmen und das Projekt zu ihrer ganz persönlichen Sache machten, sei ein Glücksfall gewesen. Reich sprach von treibenden Kräften, die unermüdlich die Interessen der Bürger von Stotzard vertreten und durch ihre Standhaftigkeit den Durchbruch geschafft hätten. Die Schwierigkeiten und Widerstände in den sieben Jahren der Vorbereitung hätten die Befürworter angespornt, sich unermüdlich und ausdauernd für „ihr Gemeinschaftshaus“ einzusetzen.

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Michael Keller, der Vorsitzende der DJK, unterstrich den Stellenwert des Hauses für die Vereine der Pfarrei. Er wies darauf hin, dass eine Gesellschaft Organisation und Institutionen brauche. Die Vereine benötigten einen Treffpunkt, wo Veranstaltungen stattfinden können, und eine Umgebung, wo Tradition gelebt werden könne. Die Vereine der Pfarrei zählen insgesamt über 1200 Mitglieder. Sie können sich hier zu Vereins-, Geburtstags- und Weihnachtsfeiern sowie Faschingsbällen und Theateraufführungen treffen. Die anderen Räume werden für Chorproben oder Proben mit Ministranten genutzt. Im Gemeinschaftshaus sind auch die Archive der Vereine untergebracht. Genauso wichtig für die Gesellschaft und für die Vereine sei das Sportheim, so Keller weiter.

Bürgermeister Zinnecker machte klar, dass sich die „damalige Hartnäckigkeit der Stotzarder Bürger“ beim Kampf um das Gemeinschaftshaus für die Pfarrei Stotzard ausgezahlt habe. Er betonte: „Es ist etwas Großartiges entstanden, etwas, was viele nicht für möglich hielten.“ Ohne dieses Haus wäre die Gemeinschaft in der Pfarrei Stotzard um vieles ärmer, ja sie wäre in dieser Form wahrscheinlich nicht mehr vorhanden, so Zinnecker. Eine Heimat für alle Ortsvereine, ein Feuerwehrhaus und ein Pfarrheim – all das bietet das Gemeinschaftshaus. Dies sei mehr wert als die tatsächlichen Kosten, welche von der Gemeinde für den Unterhalt aufgewendet werden müssen, versicherte der Bürgermeister.

Das Gebäude trägt sich in weiten Teilen selbst. Für die Betriebskosten muss die Gemeinde jährlich nur geringe Geldbeträge aufbringen. Zinnecker bedankte sich bei all denen, die sich in den vergangenen Jahren durch freiwillige Arbeitsleistungen für den Unterhalt und damit für den Erhalt des Hauses eingesetzt haben, und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Wert dieses Hauses für die Pfarrei auch von den Nachfolgegenerationen erkannt wird: „Dieses Haus hat es verdient.“ (jeb)

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