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Theater

20.01.2020

Viele wollen den Marienhof

Bei der Brunnenwäsche: (von links) Reiner Ivenz, Tobias Huber und Johannes Schöne.
Foto: Sofia Brandmayr

Landjugend Todtenweis feiert mit ihrem neuen Stück „Katzenjammer“ eine gelungene Premiere vor vollem Haus

Eine gelungene Premiere feierte die Theatergruppe der Landjugend Todtenweis am Samstag mit ihrem Stück „Katzenjammer“. Spielleiterin Martina Leopold vermittelte dem Publikum gleich zu Beginn, um was es geht: Nämlich um die Existenz des Marienhofs, einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Umgebung.

Zu Beginn „unterhalten“ sich der Opa (Johannes Schön) und sein bester Kumpel Alis (Reiner Ivenz) recht wortkarg und bedauern dabei, dass der Hof an den Meistbietenden verkauft werden soll. Die Besitzerin des Hofes, Brigitte (Veronika Riß), muss die Arbeit fast alleine bewältigen, da weder Opa oder sein Kumpel noch der Knecht Doni (Philipp Specht) von der Arbeit begeistert sind, sondern eher zu verschiedenen Streichen aufgelegt sind. Noch dazu wohnt der Künstler Friedbert (Tobias Huber) kostenlos im Austragshaus und kommt immer wieder, um sich von Brigitte etwas auszuleihen.

Bald kommen die ersten Interessenten für den Hof, darunter eine Adelige (Sabrina Wolf), die aus dem Hof einen biologischen Versuchshof machen will. Die Männer sind nicht gerade begeistert davon, dass sie statt Blut- und Leberwurst oder Fleisch nur noch Gemüse essen sollen. Große Verwirrung kommt mit der Begleitung der Adeligen, der 17-jährigen Charlotte, auf.

Weitere Interessenten sind zwei betagte Schwestern, Kreszenz (Christina Ettinger) und die schwerhörige Hermine (Gabriele Hartl), die den Hof für ihren Neffen, das „Bubla“, wollen. Als der vermeintliche Neffe anreist, kommt es zu Verwirrung, da es sich eigentlich um einen weiteren Interessenten, Peter Gräble (Tobias Leopold) handelt, der nicht nur den Hof will, sondern auch gleich die Bäuerin. Als dann der richtige Neffe Peter (Tobias Sattich) kommt, ändert sich einiges.

Die Besucher der Premiere kamen bei den vielen amüsanten Szenen aus dem Lachen und Klatschen nicht mehr heraus. So wird der Künstler im Brunnen – eigens aus Beton auf der Bühne erbaut – „gewaschen“. Die Henneliese von Gutenberg fällt laufend in Ohnmacht und der Künstler, der sie jedes Mal auffängt, jammert, dass ihm bald der Rücken schmerzt. Die Streiche der drei Männer vom Hof, um die ungebetenen Käufer abzuwimmeln, tragen ebenso dazu bei.

Alle Spieler überzeugten in ihren Rollen und trugen zum Erfolg des Abends bei. In diesem Jahr ist wieder ein Neuling (Veronika Riß) auf der Bühne zu sehen. Sie spielte ihre Rolle ohne große Aufregung grandios.

Vorstellungen werden noch aufgeführt am Freitag, 24. Januar, und am Samstag, 25. Januar, jeweils um 19.30 Uhr im Golling-Saal in Todtenweis.

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