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Bürgerpreis

30.10.2015

„Wolle, Wiwi und Wawa“ gewinnt Deutschen Bürgerpreis

Das Buch- und Musicalprojekt „Wolle, Wiwi und Wawa auf der Suche nach Wuwu“ wird jetzt ausgezeichnet.
Bild: Nicole Matthes

"Wolle, Wiwi, Wawa" wird ausgezeichnet. Das inklusive Aichacher Projekt hat sich in der Online-Abstimmung zum Deutschen Bürgerpreis durchgesetzt. Was die Initiatoren dazu sagen.

Der Deutsche Bürgerpreis 2015 geht in den Landkreis Aichach-Friedberg. Das inklusive Buch- und Musicalprojekt „Wolle, Wiwi und Wawa auf der Suche nach Wuwu“ hat den Publikumspreis des Wettbewerbs gewonnen. Er ist mit 5000 Euro dotiert. Zudem steht das Projekt in der Endauswahl der besten zehn von 2000 Bewerbungen, deren Sieger die Jury kürt. Hier wird das Ergebnis Mitte November bekannt gegeben.

2085 Stimmen sammelte „Wolle, Wiwi, Wawa“ bis Donnerstag um Mitternacht ein. Die Zweitplatzierten lagen der Internetseite des Deutschen Bürgerpreises zufolge mit 1189 Stimmen deutlich dahinter.

Das Projekt wurde noch im Studium geboren

Soziologin Nicole Matthes hat das Kinderbuch geschrieben. Ehemann Andreas Matthes gestaltete das Buch und schrieb die Live-Musik zum anschließenden Musical. Die beiden freuten sich am Freitag riesig über die Auszeichnung. Als das Ergebnis feststand, prasselten bei den beiden die Glückwünsche am Telefon und per Internet nur so herein. „Wir freuen uns“, sagte Nicole Matthes. „Aber wir sind froh und glücklich, dass es jetzt vorbei ist.“

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Die ersten Kapitel des Buchs hatte sie bereits während ihres Studiums in der Schublade. Aus einem Balkongespräch mit der Nachbarin entstand der Kontakt zur Lebenshilfe. Matthes holte den Entwurf wieder hervor. Kinder und Jugendliche der Aichacher Elisabethschule, einer Schule für Kinder mit speziellem Förderbedarf, überlegten sich die Figuren und gestalteten das Buch. Später entwickelten rund 100 Ehrenamtliche – darunter Schüler von drei Schulen sowie Künstler, Musiker und Schauspieler – ein Musical daraus. Im Juni wurde es an der Elisabethschule aufgeführt.

Matthes sieht in dem Preis vor allem eine Wertschätzung für die Kinder. Bei dem Projekt hätten die Beteiligten – Menschen von acht bis über 50 Jahren, mit und ohne Behinderung, mit und ohne Migrationshintergrund – gemeinsam etwas auf die Beine gestellt. „Das war eine wertvolle Erfahrung. Für alle.“ (nsi)

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