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Utting
08.09.2021

Tag der offenen Baustelle am neuen Uttinger Bürgertreff

In den ehemaligen Räumen der VR-Bank in unmittelbarer Nachbarschaft zum Feuerwehrhaus in Utting soll der neue Bürgertreff entstehen. Jetzt kann sich die Bevölkerung die Räumlichkeiten beim Tag der offenen Baustelle ansehen.
Foto: Verein Füreinander

Aus einer Bankfiliale in Utting wird ein Ort zum Treffen, Austauschen und gemeinsam Aktiv werden. Die Baustelle kann jetzt besichtigt werden.

„Betreten der Baustelle verboten“ – das gilt zumindest am 18. September für die Baustelle an der Bahnhofstraße 31 in Utting nicht. An diesem Tag ist das Betreten sogar ausdrücklich erwünscht. Der Verein „Füreinander“ als Betreiber des zukünftigen Bürgertreffs lädt die Uttinger Bürgerinnen und Bürger an diesem Tag ein, sich zu informieren, wie die Räume der ehemaligen VR-Bank für die zukünftige Nutzung umgestaltet werden sollen. Welche zusätzlichen Ideen haben die Bürgerinnen und Bürger selbst für diesen neuen Ort der Begegnungen?

„17&Wir“ hieß es mehr als zehn Jahre in der Bahnhofstraße 17. Unter diesem Namen hatte der Bürgertreff seine Arbeit begonnen und kontinuierlich ausgebaut. Schnell entstanden Gruppen, die sich regelmäßig trafen – zum Aquarellmalen, Handarbeiten, Singen, zum Diskutieren über Tagesthemen oder zum Männerstammtisch. Die Musikschule unterrichtete, die VHS hielt Kurse ab, eine Büchertauschbörse wurde eingerichtet, die Räume standen für private Treffen zur Verfügung.

Die Mietkosten trägt die Gemeinde Utting

Der Verein „Füreinander“ organisierte das alles ehrenamtlich. Von Anfang an übernahm die Gemeinde Utting die Mietkosten.

Schon damals sei der demografische Wandel ein großes Thema auch in Utting gewesen. Deshalb habe der Verein den Schwerpunkt seines Engagements – neben dem Organisatorischen für den Bürgertreff – auf die Arbeit mit Seniorinnen und Senioren gelegt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Unter dem Motto „Zuhause leben – solange wie möglich“ habe man Konzepte und Angebote vor allem für Menschen mit dementiellen Einschränkungen entwickelt. Breiten Raum habe dabei die Beratung der Angehörigen eingenommen. Für sie sei der Dschungel durch die Pflegegrade, die Unterstützungsmöglichkeiten, die unterschiedlichen Ämter-Informationen schwer zu durchdringen. Andrea Birner als gerontopsychiatrische Fachkraft und die ausgebildeten Alltagsbegleiter und -begleiterinnen bildeten ein Netzwerk, das über Utting und über Bayern hinaus beispielgebend wirke.

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Während der Corona-Zeiten initiierte das Team den „Bürgertreff auf Rädern“ und veranstaltete die Treffen an verschiedenen Orten. Der Verein „Füreinander“ erhielt für seine Arbeit viele Auszeichnungen und Preise.

Nicht nur wegen der Corona-Einschränkungen seien die Räume in der Bahnhofstraße 17 im Laufe der Zeit zu klein geworden. Der Wunsch, sich als Treffpunkt für alte und junge Uttingerinnen und Uttinger mit erweiterten Angeboten zu öffnen, sei in der bisherigen Umgebung nicht zu verwirklichen.

Diese Chance biete nun das neue Domizil. In den ehemaligen Räumen der VR-Bank Landsberg-Ammersee, die mittlerweile ihren Neubau bezogen hat, soll eine Art Mehrgenerationen-Haus entstehen – ein „Wohnzimmer für alle“.

Die Gemeinde Utting als Eigentümerin des Hauses hatte die Pläne des Architekten Benedikt Sunder-Plassmann bei mehreren Gemeinderatssitzungen meist einstimmig gebilligt (der Ammersee Kurier berichtete). 300.000 Euro (davon 50.000 Euro für die Ausstattung) wurden genehmigt.

Interessierte können eigene Wünsche vorbringen

Am Tag der offenen Baustelle sollen sich die Uttinger Bürgerinnen und Bürger nun einen Überblick verschaffen können, wie sich die Kosten zusammensetzten und welche neuen Möglichkeiten der Nutzung sich anbieten. An diesem Tag besteht laut Mitteilung des Vereins auch die Möglichkeit, selbst Wünsche vorzubringen, wie sich der eine oder andere ehrenamtlich in die Vereinsarbeit einbringen möchte.

Ab 11 Uhr werden Bürgermeister Florian Hoffmann, Architekt Benedikt Sunder-Plassmann, und der Vorstand von Füreinander für Fragen zur Verfügung stehen. Der Tag der offenen Baustelle endet um 17 Uhr.

„Wir brauchen einander. Wir müssen zusammenrücken und uns austauschen. An der neuen Adresse, in diesen großen, schönen Räumen können wir das tun“, heißt es in der Pressemeldung weiter. Dazu werden auch gleich ein paar Anregungen geliefert. Nachbarschaftshilfe: Wer bedarf der Hilfe – wer bietet Hilfe an? Alleinlebende und Ältere suchen Kontakt – gestresste Mütter suchen dagegen eine Ruhepause beim Cappucchino. Einen besonderen Film anschauen – einem kleinen Konzert, einer Lesung zuhören, Brettspiele spielen. Repair-Café und Tauschbörse.

Alles das könne im neuen Bürgertreff Utting entstehen. Es funktioniere aber nur, wenn sehr viele Bürgerinnen und Bürger mitmachten, sich engagierten und füreinander da seien. Engagement mache zufrieden und es mache Spaß. (ak)

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