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Kutzenhausen-Agawang

27.03.2018

Agawang macht Hausnamen sichtbar

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3 Bilder
Freuen sich über die nun sichtbaren Haus und Hofnamen (von links): Vorsitzender Gerhard Fritsch, Theodor Mayr, Stefan Leitenmaier, Bürgermeisterin Silvia Kugelmann, Simon Hartmuth und Karl Schwarz.
Bild: Anne-Marie Wiedemann

Der Heimatgeschichtliche Verein schließt sein Projekt ab und nimmt sich bereits Neues vor,

Das Projekt der Erfassung und Dokumentation von Haus- und Hofnamen in Agawang kann der Heimatgeschichtliche Verein (HGV) Agawang heuer mit der Anbringung von Tafeln an den Häusern abschließen. „Das Kulturgut der Haus- und Hofnamen soll ein Beitrag zum Fest des 125-jährigen Bestehens der Feuerwehr vom 30. Mai bis zum 3. Juni sein“, sagte Vorsitzender Gerhard Fritsch.

Mehr als 50 Hausnamen, an die man sich in Agawang noch erinnert und zum Teil noch gebräuchlich sind, wurden vom Verein gesammelt und mit Erläuterungen zu Bedeutung und Herkunft dokumentiert. Sie wurden sowohl im Vorstand als auch bei einem Informationsabend mit den Hausbesitzern ausgiebig diskutiert. Mit viel Überzeugungsarbeit und Einfühlungsvermögen wurden Bezeichnungen und Schreibweise, möglichst im Dialekt, sowie die Bedeutung des Anwesens im Ort abgestimmt. Ein Beispiel ist die Bezeichnung „beim Wirtschorsch“ in Unternefsried. Insgesamt 37 Interessenten hatten sich gemeldet, um eine Tafel für ihr Haus zu bestellen. Der Gemeinderat Kutzenhausen bezuschusst die Aktion mit 15 Prozent der Herstellungskosten, die der HGV an die Hausbesitzer weitergibt.

Aus heimischem Jurakalkstein gefertigt

Steinmetz Simon Hartmuth aus Anried fertigte die Beschilderung aus heimischem Jurakalkstein. Handwerklich begabte Mitglieder des Vereins beraten und sind auch bei der Anbringung behilflich. Motor der Aktion war Theodor Mayr. Er schob mit der Unterstützung weiterer Mitglieder die Organisation, Beschaffung, Verteilung und Anbringung der Tafeln sowie die Einhaltung des Zeitplans an.

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Im Einvernehmen mit der Kirchenverwaltung brachte der Verein die Bezeichnung „Hier stand der ehemalige Pfarrhof bis 1990“ am Gebäude der Pfarrei an. Es wurde 1996 vom Ulrichswerk der Diözese mit mehreren Wohnung und Räumen für die Pfarrei neu errichtet und erinnert an den „im 17./18. Jahrhundert erbauten und 1788 modern umgestaltet ehemaligen Pfarrhof“. Er war das einst überregional bedeutende Wohnhaus des Pfarrers mit landwirtschaftlichen Gebäuden und wurde deshalb als „Hof“ bezeichnet.

Den Titel „Dekanat“ verloren 

Mit der Neufestlegung der Dekanate im Bistum Augsburg endete 1974 das Landkapitel Agawang. „Die Pfarrei wurde dem Dekanat Dinkelscherben, jetzt Teil des Dekanat Augsburg-Land zugeordnet und verlor den Titel Dekanat“, erläutert Karl Schwarz, Kirchenpfleger und zugleich stellvertretender Vorsitzender des HGV.

Positive Nachrichten gab es auch bei der Jahreshauptversammlung des Vereins. Fritsch freute sich vor allem über das Engagement jüngerer Bürger. Mit 108 Mitgliedern hat der Verein einen Höchststand erreicht. Rosmarie Zott brachte ihre Chronik mit Bildern zu den Alltagsveränderungen und Berichten zur aktuellen Ortsgeschichte zum Anschauen mit. Fritsch erinnerte an einschneidende Ereignisse, wie den Ersten Weltkrieg, der vor 100 Jahren endete und an den Beginn des 30-jährigen Krieges vor 400 Jahren. Zum Ende des Ersten Weltkriegs wird sich am Sonntag, 11. November, ein Hoigarta mit den örtlichen Auswirkungen dieses geschichtlichen Ereignisses befassen. Der Vorstand bittet darum, noch vorhandene Zeugnisse und Erinnerungen beizutragen.

Neue Ziele setzt sich der HGV Agawang mit der Sammlung und Dokumentation der Flurnamen. Sie sollen dann in geeigneter Form sichtbar gemacht werden.

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