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Neuer Bürgermeister

29.05.2020

Alles ganz anders

K.-H. Mengele

Karl-Heinz Mengele vermisst den Kontakt zu den Menschen und einen Kurs für eine wichtige Aufgabe

Seine ersten Tage als Bürgermeister hatte sich Karl-Heinz Mengele vor wenigen Monaten anders vorgestellt. Mit der Vorstellung bei den Mitarbeitern und der Vorbereitung der konstituierenden Sitzung lief nur weniges wie ursprünglich gedacht. Schuld ist die Corona-Pandemie.

Insbesondere der persönliche Kontakt zu den Menschen fehlt oder ist sehr distanziert. Zu den ersten Aufgaben gehörte auch, die Notbetreuung im Kinderhaus St. Martin, deren Träger die Kommune ist, zu besprechen. Jeden Tag erreichen den 38-Jährigen zahlreiche E-Mails und Schreiben zum Thema Corona-Pandemie. „Mal ändert sich etwas im Bereich der Kinderbetreuung, dann wieder bei den Regularien für Sitzungen“, erzählt Mengele. Dabei seien Flexibilität und manchmal auch schnelle Lösungen gefragt.

Dank der tatkräftigen Mithilfe und des großen Engagements der Mitarbeiter sei vieles zwar anders als in normalen Zeiten, aber es laufe gut. Als Corona-Krisenmanager sieht sich Mengele daher nicht. Gefühlt sind seine ersten Tage im Amt noch einigermaßen ruhig, denn Abendtermine bei Vereinen oder Besuche bei Jubiläen fallen derzeit noch aus.

In der Zukunft möchte Karl-Heinz Mengele seine heiratswilligen Bürger auch trauen dürfen. Was fehlt, ist die obligatorische Zusatz-Ausbildung: „Der geplante Kurs wurde aber bereits schon zweimal wegen der Corona-Pandemie verschoben.“ Zwei Anfragen liegen auch schon vor.

Die von Wirtschaftsexperten schon angekündigte Finanzkrise für Kommunen sieht Mengele auch auf die Holzwinkelgemeinde zukommen. Derzeit seien Emersackers Finanzen zwar noch stabil, aber es gebe bereits Anzeichen für eine Minderung bei den Steuereinnahmen. Durchschlagen werde die Krise vermutlich erst im zweiten Halbjahr und im kommenden Jahr, meint Mengele. „Wir achten im Gemeinderat aber bereits jetzt bei allen Ausgaben darauf, ob diese wirklich jetzt getätigt werden müssen oder ob manches auch später realisiert werden kann“, betonte Mengele.

Zugute komme dem neuen Gremium der Weitblick der Vorgänger. In wirtschaftlich guten Zeiten seien Projekte wie Kinderkrippe, Kindergartenneubau und die Digitalisierung der Schule, die jetzt gerade Früchte trage, vorangetrieben und realisiert worden.

In diesen Bereichen gebe es keinen Zugzwang. „Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam diese Krise bewältigen“, äußerte sich Mengele optimistisch.

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