1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Als es vor 25 Jahren erstmals gefunkt hat

Stadtbergen

16.06.2017

Als es vor 25 Jahren erstmals gefunkt hat

Stadtbergen hat eine aktive Amateurfunker-Szene.
Bild: Marcus Merk

Stadtbergen steht mit der Partnerstadt Olbernhau in Kontakt. Es sollen noch mehr Verbindungen werden.

Wie stellt man von Stadtbergen aus über 300 Kilometer eine Funkverbindung zur Partnerstadt Olbernhau her? Für Klaus-Peter Böhmländer ist das kein Problem: „Man muss auf die Wetterlage achten und natürlich vorher eine bestimmte Frequenz und einen Zeitpunkt ausgemacht haben“, sagt der Funker mit Leib und Seele. Früher sei das noch etwas schwieriger gewesen, doch mittlerweile spricht sich der Funker per E-Mail mit den Kollegen ab. Schon vor 25 Jahren haben Böhmländer und andere Funker aus der Region zum ersten Mal eine Verbindung zu Stadbergens Partnerstadt an der tschechischen Grenze südlich von Chemnitz hergestellt.

Nur mit Hilfe der Kollegen aus dem Umland möglich

Der Amateurfunker erinnert sich gerne an den Moment, als der Kontakt gelang und der jetzige Altbürgermeister Ludwig Fink über Funk mit seinem Kollegen im Osten sprechen konnte. Seitdem hält der regelmäßige Kontakt die Partnerschaft der beiden Orte am Leben. Amateurfunker Böhmländer bezeichnet sie sogar als eine „sehr gute Beziehung“. Etwa alle drei Monate nimmt Böhmländer Kontakt zu seinen Kollegen in Olbernhau auf. Wenn er nicht gerade mit seinem zur Funkstation umgebauten Wohnmobil unterwegs ist, funkt er von Zuhause. „Mein Kollege in Olbernhau muss dann meistens auf einen Berg fahren, ansonsten wird es mit unserer privaten Ausstattung schwierig, eine Verbindung herzubekommen“, sagt er. Bei Problemen kann der Funker immer auf die stärkeren Stationen der Augsburger oder Schmuttertaler Ortsgruppe zurückgreifen. Ohne die Hilfe der Kollegen aus dem Umland sei auch die Verbindung nach Olbernhau nicht möglich, erklärt Böhmländer. Doch diese Beziehung über den Äther soll nicht die einzige Funkverbindung aus Stadtbergen bleiben. Kürzlich hat Klaus-Peter Böhmländer Kontakt zur Partnerstadt Litvinov in Tschechien aufgenommen. Außerdem hat er große Pläne für die Zukunft: Innerhalb von fünf Jahren sollen Verbindungen zu allen Partnerstädten Stadtbergens stehen. Nach Frankreich, Italien und Japan will der Stadtberger Kontakt aufnehmen. Vor allem die Funkverbindung ins japanische Fukushima „wird eine große Herausforderdung“, betont Böhmländer.

Zum Glück steht er nicht auf verlorenem Posten. Klaus-Peter Böhmländer ist langjähriges Mitglied des Partnerschaftsvereins der Stadt, und der Verein unterstützt ihn gerne. Die stellvertretende Vorsitzende Gabi Nießner erklärt, dass ihr Verein vor allem versuche, die „Partnerschaften Stadtbergens zu pflegen und zu leben“. Das funktioniert über Austausche, Besuche und den regelmäßigen Funkkontakt. Amateurfunker Klaus-Peter Böhmländer macht genau das: die Partnerschaft auf seine Art leben. „Man muss die Beziehungen pflegen und sich immer wieder etwas Neues überlegen“, sagt er: „Das Wichtigste ist aber, dass man mit Freude bei der Sache ist.“

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20Meitingen_Bahnunterfuehrung0002.tif
Gersthofen/Langweid/Meitingen

Die Züge zwischen Augsburg und Donauwörth fahren wieder

ad__pluspaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live, aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Plus+ Paket ansehen