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Finanzen

16.07.2018

Altenmünster stellt Rekordhaushalt auf

Der Etat hat ein Gesamtvolumen von über 15 Millionen Euro. Die Kosten für Kanal in Hegnenbach steigen

Mit einem Gesamtvolumen von mehr als 15 Millionen Euro erreicht der Haushalt der Gemeinde Altenmünster in diesem Jahr ein Rekordniveau. Die Summe liegt fast 20 Prozent über der des Vorjahres (2017: 12,8 Millionen Euro) und auch deutlich über der bisherigen Rekordsumme von 13,7 Millionen Euro im Jahr 2016. Der Gemeinderat Altenmünster billigte den Haushalt einstimmig.

Der Verwaltungshaushalt übersteigt mit knapp 7,66 Millionen Euro den des Vorjahres (2017: 7,32 Millionen Euro) relativ moderat um rund 340 000 Euro, vor allem wegen der gestiegenen Personalkosten von 2,5 Millionen Euro (2017: 2,13 Millionen Euro). An den Vermögenshaushalt werden in diesem Jahr nur 609000 Euro zugeführt (2017: 1,1 Millionen Euro; 2016: 1,5 Millionen Euro).

Um zwei Millionen Euro übertrifft der Vermögenshaushalt mit 7,4 Millionen Euro den Umfang von 2017 (5,4 Millionen Euro). Wesentlichen Anteil an der Steigerung haben die Wohnbau- und Gewerbegebiete, die in den vergangenen Jahren ausgewiesen wurden. Grundstückskäufe und -verkäufe, Kosten für Straßen- und Kanalbau sowie die Abrechnung von Erschließungskosten schlagen in diesem Jahr besonders stark zu Buche. Allein für Erschließungsmaßnahmen wird die Gemeinde 2018 mehr als 1,8 Millionen Euro ausgeben.

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Aber auch Instandhaltung und Sanierung machen einen großen Posten im Etat aus. Seit Jahren ein Dauerbrenner ist dabei der Kanal in Hegnenbach, für den in diesem Jahr 1,3 Millionen Euro veranschlagt sind. „Wenn wir fertig sind, werden wir bei circa vier Millionen landen“, sagte Bürgermeister Bernhard Walter in seinen einführenden Worten zum Haushalt. Zusammen mit der Erneuerung der Straßen in Hegnenbach, für die in diesem Jahr 240000 Euro vorgesehen sind, wird die Mammutaufgabe die Gemeinde am Ende etwa acht Millionen Euro kosten – „acht Millionen bei 56 Anwesen“, wie Walter anmerkte. Der Rückbau eines Brunnens aus den 1980er-Jahren wirkt dagegen mit Kosten von 80000 Euro auf den ersten Blick geradezu marginal, ebenso wie die Ersatzbeschaffung eines Rasenmäherbulldogs und eines Autos für den Bauhof (50000 Euro).

Auch an anderen Stellen steht die Gemeinde vor großen Herausforderungen. Die notwendige Erweiterung des Kindergartens in Altenmünster werde wohl eine siebenstellige Summe erfordern, kündigte Walter an. In diesem Jahr sind dafür bereits 350000 Euro im Etat eingestellt. Für Ausgleichsmaßnahmen als Kompensation für den Flächenverbrauch in Baugebieten sind 46000 Euro vorgesehen, für den barrierefreien Ausbau der Schule 167000 Euro. Möglicherweise lassen sich gar nicht alle vorgesehenen Projekte in diesem Jahr realisieren, denn „im Moment haben wir ja landesweit das Problem, dass Ausschreibungen ohne Angebot enden“, wie Walter sagte.

Einnahmen der Gemeinde steigen kaum

Besonders hob der Bürgermeister den Betrag von 26000 Euro hervor, mit dem die Gemeinde sich an der neu gegründeten Musikschule Holzwinkel-Altenmünster beteiligt. Er bezeichnete die Einrichtung als „großen Schritt in puncto Lebensqualität“ und forderte Gemeinderäte und Bürger auf: „Tun wir alles dafür, dass dies funktioniert und Bestand haben kann.“

Die Einnahmen der Gemeinde aus Steuern sowie allgemeinen Zuweisungen und Umlagen steigen in diesem Jahr nur um rund 167000 Euro (2018: 4,9 Millionen Euro; 2017: 4,7 Millionen Euro). Den größten Anteil macht dabei der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer in Höhe von 2,3 Millionen Euro (2017: 2,2 Millionen Euro) aus, gefolgt von den Schlüsselzuweisungen vom Land, die mit 1,1 Millionen Euro knapp über dem Vorjahresniveau liegen. Allerdings muss Altenmünster rund 1,8 Millionen Euro an Kreisumlage abführen (2017: 1,6 Millionen Euro).

Der Schuldenstand der Gemeinde erreicht mit 5,3 Millionen Euro ein neues Hoch. Bürgermeister Walter gab jedoch zu bedenken: „Die heutige Verschuldung lässt sich in real dazugewonnenen Immobilienwerten gegenrechnen. Das sind Handlungsmöglichkeiten, die viel Arbeit und Aufwand bedeuten, aber die Gemeinde auch vorwärtsbringen.“

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