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Ehingen

06.03.2019

Beim Ehinger Faschingsumzug gab‘s 1000 Küsse zum Zehnjährigen

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5 Bilder
Die Familien Kuchenbaur und Keßler verkleideten sich als Eichenprozessionsspinner und Schädlingsbekämpfer.
Bild: Laura Gastl

Trotz Regen und Wind marschierten 19 Gruppen beim Ehlfinger-Zug vom Ortlfinger Bürgerhaus zur Feuerwehr in Ehingen. Die Theaterfreunde lieferten dazu eine kleine Überraschung

Während so manches Schafskostüm unter der Regenjacke verschwinden musste, ließ sich der ein oder andere Poncho auch gut über dem Anorak tragen: Trotz Wind und Regen waren zum zehnten Bestehen des Ehlfinger-Zugs zahlreiche Faschingsfreunde nach Ehingen gekommen. 19 Gruppen zogen um 15.15 Uhr in Ortlfingen los und marschierten mit Musik und einem regelmäßigen „Ehlfinger Blitz Plaus“ in Richtung Feuerwehrhaus Ehingen.

Dort hatte es der Zweite Bürgermeister Rainer Müller trocken. Von einem Fenster im ersten Stock des Feuerwehrhauses aus moderierte er den Umzug. „Egal ob Schnee oder Sonnenschein: Der Umzug konnte bisher jedes Jahr stattfinden“, sagte Müller. Beteiligt hatten sich stets zwischen 15 und 20 Vereine und auch private Gruppen.

Prinzenpaar sorgt für Gelächter bei den Zuschauern

Eine Besonderheit in diesem Jahr: Während normalerweise ein Kinder-Prinzenpaar beim Umzug mit dabei ist, hüllten sich heuer die Vorsitzenden der Theaterfreunde in königliche Gewänder. Während sich Erster Vorsitzender Michael Ostermeier mit roter Langhaarperücke und Schleier als Prinzessin Michaela I. präsentierte, gab der Zweite Vorsitzende Gerhard Schmid den zugehörigen Prinzen Gerhard I.. Das sorgte für viel Gelächter unter den Zuschauern.

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Für Musik sorgten unter anderem die Jugendkapelle Westendorf, verkleidet als Zootiere, und die Musikkapelle Ehingen. Deren Nachwuchs hatte sich einem eher kritischen Thema angenommen: Die Welt im Klimawandel. Sie zogen einen kranken Erdball auf einem Leiterwagen hinter sich her.

Auch andere Gruppen vermittelten mit kreativen Verkleidungen und passendem Zubehör die unterschiedlichsten Botschaften: Theresa Speer und Freunde trugen gelb-schwarze Tüllröcke und T-Shirts mit der Aufschrift „Rettet die Bienen“, während die Spielgruppe Ehingen die „Ehlfinger Zoobande“ – kleine Löwen, Tiger und Krokodile – in Laufställen auf Rädern unterwegs waren. Auf Plakaten reimten sich Sprüche wie: „Gemeindehalle muss nicht sein, ein Zoo wäre fein! Plätze im Kindergarten sind rar, ein großer Zoo für Tiere und Kinder wäre doch wunderbar!“

Auch ein Schädlingsbekämpfer war beim Umzug mit dabei

Besonders viel Mühe hatten sich die Familien Kuchenbaur und Keßler mit ihren Kostümen gegeben. Ganzkörperanzüge bestickt mit Eichenblättern und ein Leiterwagen mit dem Spruch „Eichenprozessionsspinner: Die neue Gefahr für Mensch und Tier“ machten auf das Ungeziefer aufmerksam. Auch ein Schädlingsbekämpfer in Warnweste und mit Mundschutz war mit von der Partie.

Vor Beginn des Umzugs hatten die Veranstalter bereits zu Kaffee und Kuchen im Feuerwehrhaus eingeladen. Im Anschluss an den Ehlifinger-Zug sammelten sich alle Teilnehmer vor dem Feuerwehrhaus, die Kapellen spielten noch einmal und sorgten für ausgelassene Faschingslaune. Im Warmen feierten Feuerwehr, Theater- und Sportverein noch gemeinsam mit allen Faschingsbegeisterten den Kehraus bis Mitternacht – dazu gab es selbst gebackene Pizza. Eine Präsentation mit vielen Bildern weckte Erinnerungen an vergangene Umzüge.

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