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17.11.2018

Biomasse-Heizkraftwerk für die Rothtalhalle?

Fragebogenaktion soll klären, ob sich auch Hauseigentümer an einer Anlage beteiligen wollen

Der nächste Winter kommt bestimmt. Aber wie kommt Wärme ins Haus? Vielleicht mit Biomasse: Die Horgauer Gemeinderäte machen sich jetzt Gedanken, wie Rothtalhalle, Bauhof/Feuerwehrhaus und Grundschule mit Wärme versorgt werden können. Die Heizungsanlagen dort sind in die Jahre gekommen, sagte Bürgermeister Thomas Hafner in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Ein Unternehmen, das die Heizung betreibt und wartet, sei bislang nicht gefunden worden. Hafner: „Wir leben in einer waldreichen Gegend. Deshalb würde eine Biomasseheizanlage große Vorteile mit sich bringen.“

Wie Wärme für behaglichen Wohnkomfort und trockene Wände in die Gebäude gelangt, erklärte Experte Sebastian Henghuber. In einem Video zeigte er zunächst eine Studie aus Österreich, wie eine Biomasseheizung arbeitet und wo die Vorteile liegen. Die Energie aus eigener Region stehe für kohlendioxidneutrales Heizen, die Preise entwickelten sich seit Jahren stabil, während die Öl- und Gaspreise wohl weiter ansteigen werden. Zudem stehe der regional nachwachsende Rohstoff in ausreichender Menge zur Verfügung. Auch würden neue Arbeitsplätze entstehen und die Wertschöpfung komme der eigenen Region zugute. Allerdings hänge die Wirtschaftlichkeit der Biomasseheizung von der Auslastung in der Gemeinde ab. Deshalb schlägt Henghuber vor, auch private Haushalte mit einzubeziehen. „Es ist immer gut, wenn man einen höheren Verbrauch hat.“ Eine Fragebogenaktion soll klären, ob vonseiten der Bewohner Interesse für den Anschluss an eine Biomasseheizung besteht. Danach wird vonseiten des Bürgermeisters und der Gemeinderäte eine Machbarkeitsstudie mit Kostenschätzung eingeholt.

Auch das Thema Kindergarten kam auf die Tagesordnung. In der vergangenen Sitzung befand eine knappe Mehrheit der Ratsmitglieder, in der Außenanlage die Spielgeräte aus Material Holz anzuschaffen. Diesen Vorschlag hatte Walter Steinle (BV Rothtal) eingebracht. Nun hatte sich der Elternbeirat in einem Schreiben an Bürgermeister Thomas Hafner gewandt, dass die Spielgeräte aus einem Recyling-Kunststoffmaterial sein sollen. Dies wollte Walter Steinle so nicht akzeptieren und verteidigte vehement seinen Standpunkt und den Beschluss der letzten Sitzung. „Wer zahlt denn die Geräte? Es wird langsam zum Kasperltheater“, sagte er und richtete seinen Groll auch gegen die Presse.

Im Bericht über die jüngste Sitzung wurde nicht Walter Steinle, sondern sein Bruder Josef irrtümlich als Befürworter für die Anschaffung eines Holzspielgerätes erwähnt. Andreas Vogg (BV Rothtal) war der Meinung, keinen weiteren Beschluss zu fassen, auch wenn es in der jüngsten Sitzung zu einer knappen Entscheidung gekommen war. Johann Ohnesorg (BV Rothtal) findet „Holz ist eine gute Sache, wolle jedoch noch mal ein Gespräch mit dem Elternbeirat suchen.“ Bürgermeister Thomas Hafner brachte auch die Überlegung ins Spiel, kombinierte Geräte zum Einsatz zu bringen.

Der Bauausschuss wird sich nun mit dem Elternbeirat zusammensetzen, um diesen „Hickhack“ zu klären und eine Entscheidung herbeizuführen. (kräm)

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