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Versicherungsschutz

16.02.2018

Blau darf fahren – schwarz ist raus

Diese Zweiräder brauchen ab dem 1. März neue Schilder. Auch E-Bikes können darunterfallen

Ende Februar wird heftig in den Garagen und Kellern geschraubt. Denn ab dem 1. März ist die Farbe der neuen Mofa-Schilder blau statt bisher schwarz. Wer dann noch mit dem alten Kennzeichen fährt, hat keinen Versicherungsschutz mehr und macht sich außerdem strafbar.

Ein neues Schild, ein Jahr lang gültig, ist für etwa 70 bis 130 Euro bei den Versicherungskaufleuten zu haben. Der Haftpflichtschutz für Zweiräder leistet bei finanziellen Ansprüchen von Geschädigten nach einem Unfall Schadenersatz bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Karl Aumiller, Sprecher des Bezirksverbandes Augsburg im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), stellt klar, dass für alle motorisierten Zwei- und Vierräder bis zu 50 Kubikzentimeter Hubraum ein Versicherungsschild Vorschrift ist. Das gilt für Mofa und Leichtmofa, Moped oder auch Kleinkrafträder (Mokick und Roller) und sogar für Krankenrollstühle und Roller-Scooter, wenn sie schneller sind als sechs Stundenkilometer.

Wird ein dreirädriges Kleinkraftrad oder vierrädriges Leicht-Kraftfahrzeug (nicht zu verwechseln mit einem sogenannten Quad), beide mit Höchstgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern, mit Mofa-Kennzeichen gefahren, kostet die Versicherung einen deutlichen Freizeitspaß-Zuschlag von etwa 20 bis 30 Euro pro Jahr.

Auch für die sogenannten E-Bikes, die ohne Muskelkraft mehr als sechs Stundenkilometer oder mit Tretunterstützung bis höchstens 45 Stundenkilometer schnell sein können, ist ebenfalls eine gesonderte Haftpflichtversicherung und ein neues Versicherungskennzeichen notwendig. Eine Betriebserlaubnis des TÜV wird für diese umweltfreundlichen Zweiräder ebenfalls benötigt, wie der Besitz eines Führerscheins der Klasse M, sofern der Fahrer nach dem 1. April 1965 geboren ist.

Bei der Schilderausgabe wird die Technik nicht kontrolliert. Frisierte Fahrzeuge bleiben aber illegal, betont Aumiller. „Daher zahlt die Haftpflichtversicherung nach einem verursachten Unfall zwar den Schaden des Unfallopfers, holt sich aber das Geld vom Schädiger zurück.“ Mofa- und Mopedfahrer sind allerdings ausgesprochen vorsichtig. Denn von den etwa 1,7 Millionen „kleinen Motorrädern“ verursacht jedes Jahr nur etwa jeder 13. von 1000 einen Unfall. (AL/jma)

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