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Unterricht

16.07.2019

Ein Rap zum Heinz-Erhardt-Gedicht

Trommeln, Tischrhythmus, Musizieren mit Boomwhackern und Bodypercussion hatten die Schüler geübt. Jetzt präsentierten sie das Erlernte.
Bild: Jutta Kaiser-Wiatrek

Musik in der Schule ist mehr als Vorsingen: In Kutzenhausen haben die Schüler am Ende einer Projektwoche ihren Eltern gezeigt, was sie gelernt haben. Und ernteten viel Applaus

Es war eine erlebnisreiche Woche für die Schüler der Grundschule Kutzenhausen, hatten sie sich doch unter Leitung von Kulturpädagogin Sonja Poland mit vier angehenden Kulturpädagogen auf eine interessante Reise quer durch die Popularmusik begeben. Erwartungsvoll warteten sie nun auf den Beginn der bunten Abschlussveranstaltung. Aufgeregt wären sie keinesfalls, erklärten zwei Buben aus der ersten Klasse gelassen, denn man sei ja „Profi“.

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„Schöner kann eine Woche nicht aufhören“, erklärte Schulleiterin Helen Stroh, und so erfreuten sich die vielen Gäste, unter ihnen Bürgermeisterin Silvia Kugelmann und Schulrat Alexander Graßer, an einem außergewöhnlichen Musikvormittag, durch den, in feschen Dirndln, charmant Magdalena und Lea aus der Klasse 3a führten.

Aber die dargebotene Musik genießen, das war den Gästen erst später vergönnt, zunächst galt es für alle, einen riesengroßen Kreis zu bilden. Ein besonderes Warm-up stand gleich zu Beginn auf dem Programmzettel. Gemeinsam wurde der Vormittag mit dem Lied „Oh Jeppo“ eröffnet, bei dem es neben dem Singen auch galt, rhythmisch zu klatschen und sich zu bewegen, wobei das Lied immer schneller wurde. Die Morgengymnastik war somit schon gesichert. Das machte natürlich sofort gute Laune und wer noch nicht richtig wach war, der hatte nun wahrlich keine Probleme mehr damit. Ein absolut toller und überraschender Anfang.

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In der Folge stellten sich die einzelnen Klassen mit den Projekten vor, die sie während der Musikprojektwoche mit dem Team junger Kulturpädagogen erarbeitet hatten. Immer waren die Vorträge stark auf Rhythmus ausgelegt, meist erfreuten die Kinder dabei zusätzlich mit kleinen Darbietungen. So flogen acht Erstklässler beim Lied „Adler“ mit breit ausgebreiteten „Flügeln“ durch die Turnhalle. Viel Spaß hatten die Kinder beim Lied „Oh alele“, das mal laut, mal leise, fast flüsternd und schließlich schreiend dargebracht wurde. Dabei gaben die Kinder wirklich alles, bis die Ohren der Zuhörer dröhnten. „Wirklich toll gemacht“, war das einhellige Lob. „Alle Kinder brauchen einen Freund“, wussten dann die Zweitklässler, die das Lied auf Deutsch und Englisch vortrugen. Sehr berührend anschließend „Mother I feel you“, das sie bereits seit Kindergartentagen kennen und lieben. Die dritte Klasse erfreute schließlich mit „Rock mi“ in Dirndl und Lederhosen und wieder ganz viel Rhythmus. Dabei war es immer wieder höchst erfreulich zu sehen, mit welch großer Begeisterung die vier Praktikanten bei ihrer Arbeit waren.

Welch bereichernde Woche die Kinder erlebt hatten, konnte man sich gut vorstellen. Ein Gedicht von Heinz Erhardt verrappen? Geht das überhaupt? Gut sogar. Nachdem Patrizia aus der 3a das Gedicht vorgetragen hatte, ging der Punk in der Schulturnhalle Kutzenhausen ab. „Sie werden schon hören“, stand bei der vierten Klasse als Erstes auf dem Programmzettel. Einfach überraschen lassen, war die Devise, und das ist ihnen mit einem selbstkomponierten Song dann auch gut gelungen, für den sie zudem eine ganze Band auf die Beine gestellt haben.

Mit einem aus voller Kehle gesungenen „Janie Mama“ beendeten die Grundschüler ihre unterhaltsamen Darbietungen. Doch sie hatten noch eine Überraschung parat. Sie begrüßten Boxweltmeisterin Tina Schüßler als ihren Ehrengast, die nicht nur ein wenig aus ihrem Leben erzählte, sondern auch gemeinsam mit den Kindern zwei Lieder sang.

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