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Konzert

23.04.2015

Eine Hommage ans Böhmisch-Mährische

Böhmische Blasmusik erklang beim Konzert der Reischenau-Musikanten am vergangenen Sonntag in der Gemeindehalle Kutzenhausen.
Bild: Walter Kleber

Reischenau-Musikanten feierten ein Fest der Blasmusik in Kutzenhausen

Einen Festtag der Blasmusik mit allerlei Überraschungen bereiteten die Reischenau-Musikanten ihren zahlreichen Fans bei einem Konzertabend in der voll besetzten Gemeindehalle von Kutzenhausen. Aus zahlreichen Blaskapellen der Region „zusammengewürfelt“, ließen die gut 20 Instrumentalisten unter Leitung von Georg Miller vom ersten Titel an keinen Zweifel aufkommen, dass ihre ganz große Leidenschaft die böhmisch-mährische Blasmusik in all ihren Facetten ist.

Entsprechend bunt gemischt war dann auch das Programm, das der Kapellmeister unter dem Motto „Ein Leben mit Blasmusik“ mit viel Fingerspitzengefühl vorbereitet hatte. Schlag auf Schlag erklangen schmissige Polkas, melancholische Walzer und imposante Märsche. Die quer durch alle Register perfekt disponierten Musikerinnen und Musiker reagierten auf den kleinsten Fingerzeig ihres Dirigenten und sorgten für ein rundum gelungenes Klangerlebnis. Apropos Dirigent: Der führte in gewohnt humorvoller Manier selber durchs Programm und versorgte das Publikum mit allerlei Hintergrundinformationen zu den präsentierten Titeln.

Auch wenn die Zusammensetzung der Kapelle seit ihrer Gründung zu Beginn der 1990er Jahre einem ständigen Wechsel unterliegt und immer wieder junge Musikanten nachrücken: Eine feste Größe seit der ersten Stunde ist Tenorhornist Adolf („Adi“) Stampfer aus Dinkelscherben. Im vergangenen Dezember feierte er seinen 80. Geburtstag – und spielte sich am Konzertabend ein verspätetes Geburtstagsständchen gleich selber: die „Romanze“ für Tenorhorn von Pavel Stanek. Tosender Beifall für den erfrischend jung gebliebenen Senior der Kapelle und seinen brillanten Solovortrag. Doch damit noch nicht genug: Adi Stampfer hat vor Jahren auch eine lebhafte Polka komponiert: „In der schönen Reischenau“. Klar, dass diese musikalische Reverenz an seine Heimatregion beim Konzert der Reischenau-Musikanten auf dem Programm stand.

Gesanglich unterstützt wurde die Kapelle vom Duo Sonja Kugelmann und Roland Dworschak aus den eigenen Reihen. Bei ihrer Premiere am Gesangsmikrofon hatten die beiden einige unvergessene Klassiker der böhmischen Blasmusik im Gepäck: „Ohne Liebe geht es nicht“, „Nur eine kleine Liebelei“, „Wir Musikanten“ und einige mehr. Einen solistischen Leckerbissen steuerte zudem das Holzregister bei: ein ungewöhnliches Arrangement des weltberühmten „Klarinettenmuckl“. (wkl)

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