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Jubiläum

26.07.2016

Eine Welle der Zuneigung für den Pfarrer

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Die Kommunionkinder überreichen Pfarrer Karl Freihalter bei dessen goldenem Priesterjubiläum in der Kirche St. Stephan im Neusässer Stadtteil Hainhofen jeweils eine gelbe Rose.

Beim Fest in Hainhofen zeigt sich, wie beliebt Karl Freihalter ist. Ein Geschenk der Kinder freut ihn besonders

„Solange es geht, bleibe ich Pfarrer in Hainhofen.“ In diesen Worten von Karl Freihalter kommt seine enge Beziehung zur Kirche St. Stephan in Hainhofen und seiner Kirchengemeinde zum Ausdruck. Diese Zuneigung kam am Sonntag in gleichem Maße zurück, als die festlich geschmückte Pfarrkirche wegen der vielen Besucher fast aus den Nähten platzte. Ganz Hainhofen und Schlipsheim war auf den Beinen, um mit ihrem Pfarrer sein 50-jähriges Priesterjubiläum zu feiern.

Während seiner 37-jährigen Zeit in Hainhofen hat Pfarrer Freihalter die Kirche immer glaubwürdig verkörpert und viele Gläubige ein Stück ihres Weges begleitet. „Ich hatte schon Kommunionkinder, deren Eltern ich ebenfalls die Erstkommunion gespendet habe“, erzählt er.

Den Festgottesdienst zelebrierte Pfarrer Freihalter selbst. Als Thema seiner Predigt wählte er den Satz aus dem 1. Korintherbrief „Wir haben alle teil an einem Brot.“ Freihalter war es wichtig zu betonen, dass das Zusammensein, die Gemeinschaft aller Christen, ein wichtiges Merkmal des christlichen Glaubens ist.

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Feierlich umrahmt wurde die Festmesse vom Kirchenchor, der unter der Leitung von Chorleiter Christian Kaufmann die Orgelsolomesse Missa Brevis in C-Dur, KV 259 von Wolfgang Amadeus Mozart einstudiert und wunderbar zu Gehör gebracht hat.

An die Messe schloss sich ein kleiner Festakt in der Kirche an. Der Bürgermeister der Stadt Neusäß, Richard Greiner, betonte vor allem die enge Verbindung zwischen der Stadt und dem Pfarrer, der in Neusäß fest verwurzelt sei und dem die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben immer wichtig war. Greiner lobte auch die Predigten, in welchen Freihalter den Gläubigen das Evangelium erschlossen habe. „Manchmal hast du verschmitzt eine Pause gemacht und geschaut, ob es auch angekommen ist“, schmunzelte Greiner.

Auch das große Interesse für Kultur und Geschichte schlug sich oftmals in seinen Predigten nieder. Der Bürgermeister erinnerte an einen Muttertag, als Pfarrer Freihalter die Piéta von Michelangelo in einer Predigt künstlerisch und theologisch gedeutet hat. Als Zeichen der Wertschätzung überreichte Greiner dem Jubilar eine Fotografie des heiligen Ulrich aus der Sakristei der St.-Stephans-Kirche, um die Ferne zwischen Freihalters Wohnung in Neusäß und seiner Heimat in Hainhofen besser überbrücken zu können.

Günther Uhrle überbrachte mit warmen Worten die Glückwünsche der Dorfvereine. Er bediente sich des Bibelspruchs Matthäus, 18,20. „… Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“. Genau dieses Bibelwort passe auf den Pfarrer. Er sei immer mittendrin und nicht nur dabei. „Die Dorfgemeinschaft hat Ihnen viel zu verdanken, Vergelt’s Gott, Herr Pfarrer.“

Gesundheit und Gottes Segen wünschte der Pfarrgemeinderat und dankte für die seelsorgerische Arbeit sowie für kurze, freigesprochene und gut verständliche Predigten. Aber auch für eine große Bautätigkeit unter seiner Leitung hinsichtlich Kirche, Orgel, Friedhof und Pfarrhaus gab es Anerkennung. Als Geschenk erhielt Pfarrer Freihalter ein meterlanges Band, das von allen Vereinen und Gruppen des Ortes liebevoll und kreativ gestaltet worden war und ihn täglich mit einem neuen Glückwunsch erfreuen soll.

Zum Abschluss des kleinen Festakts in der Kirche überreichten die Kommunionkinder ihrem Pfarrer, dem die Kinder und Jugendlichen besonders am Herzen liegen und die er ganz besonders zu seinem Festgottesdienst eingeladen hatte, jeweils eine gelbe Rose. Pfarrer Freihalter war sichtlich erfreut.

In einem Kirchenzug, einer alten Tradition, die in Hainhofen immer noch gerne gepflegt wird, wurde der Pfarrer von der Stadtkapelle Neusäß sowie zahlreichen Ortsvereinen und Gruppen unter reger Beteiligung der Bevölkerung zum Sportheim geleitet. Hier war ein kleiner Empfang vorbereitet. Auch wenn Pfarrer Freihalter gerne feiert, so sollte nach seinem Wunsch dieser Festtag bescheiden begangen werden. Einfach ein gemütliches Beisammensein mit gutem bayerischen Essen hatte er sich gewünscht. Vor allem bat er, auf Geschenke zu verzichten. Wenn ihm allerdings jemand zu seinem großen Fest dennoch etwas Gutes tun wollte, so bat er um Spenden für die Altäre in der Kirche. „Sie sind original Barock. Das Furnier löst sich, sie müssen gereinigt werden und das Hochaltarbild, das eine Kreuzigungsdarstellung von 1850 zeigt, muss stabilisiert werden.“ Diese Kostbarkeiten in „seiner“ Kirche liegen ihm am Herzen.

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