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Gablingen

02.03.2019

Er ist der Mister Fasching in Gablingen

Martin Schuster stellt beim Gablinger Faschingsumzug die Wagen und Gruppen vor.

Martin Schuster gehört zur Gablinger Familie, die den Fasching liebt und lebt. 

Wenn am Faschingsdienstag kurz nach dem Start um 14.14 Uhr der Gaudiwurm fröhlich lärmend am Gablinger Rathaus vorbei kriecht, dann ist Martin Schuster mittendrin. Er weiß alles über die Teilnehmer. Seit acht Jahren ist er der Hauptsprecher beim Umzug, bei dem viele Gruppen aus dem Dorf und der Region vertreten sind.

Martin Schuster könnte auch gemütlich an einem Rathausfenster stehen und von oben herab kommentieren. Aber das tut er nicht. Für ihn lebt Fasching davon, dass die Menschen beieinander sind und gemeinsam etwas auf die Beine stellen. Er steht auch bei der Faschingssitzung der Glammhogga in der Mehrzweckhalle auf der Bühne und ist auch sonst überall zu finden, wo der Gablinger Fasching unterstützt werden muss.

Die Gemeinschaft im Dorf spielt eine große Rolle

Ein bisschen unangenehm ist es ihm, dass er in der Zeitung so herausgestellt werden soll. Denn: „Es machen so viele mit und alle sind wichtig.“ Stolz ist er darauf, dass die Gemeinschaft im Dorf so eine große Rolle spielt. Ohne viele helfende Hände und einige, die viel Verantwortung übernehmen, gäbe es ihn wohl nicht mehr, den Gablinger Fasching.

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Früher haben sich die Faschingsbälle in den Dörfern gejagt, erinnern sich Gertrud und Anton Schuster, die ihren Söhnen Martin und Tobias das Faschingsgen mitgegeben haben müssen. Die beiden sind schon seit Jahrzehnten in vorderster Front dabei, wenn es Wagen und Bühnen zu bauen gibt, wenn hungrige Feiernde verpflegt werden müssen oder bei den Umzugsbesuchern am Straßenrand um Spenden für die Organisation gebeten wird.

Kleine Gummiwagen mit echten Pferdestärken

Sie erinnern sich gerne an die ersten Umzüge in den 1960er-Jahren. Damals, als mit marschierende Musikkapellen noch sehr beschauliche Unterhaltung lieferten und die Umzugswagen noch kleine Gummiwagen mit echten Pferdestärken waren. Da kam es schon mal vor, dass ein lebendiges Pferd beim Reiterball die Hauptrolle übernahm, erinnert sich Anton Schuster.

Dann gab es immer weniger Gastwirtschaften, in denen gefeiert werden konnte. Und immer weniger Vereine, die die Organisation und das Risiko einer großen Veranstaltung tragen wollten. Umzüge gab es noch, doch es wurde schwierig mit den Veranstaltungen, denn der Sicherheitsaspekt und damit die Haftungsfrage wurde immer wichtiger.

Anton Schuster war eines der 17 Gründungsmitglieder

Damit der Gablinger Fasching nicht daran scheitern musste, gründeten sich 1994 „D’Glammhogga“, ein eingetragener Verein, als Dach für die vielen Faschingsfreunde im Dorf. Und Anton Schuster war natürlich eines der 17 Gründungsmitglieder. Heute sind Anton und Gertrud Schuster immer noch jedes Jahr zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch am Ball. Aber sie kochen den Faschingsspaß inzwischen auf etwas kleinerer Flamme.

Anton Schuster hilft gerne beim Bühnenaufbau für die große Faschingssitzung, aber selber mag er nicht mehr in vorderster Front im Scheinwerferlicht stehen. Und Gertrud Schuster „füttert“ die Helfer gerne, ihren Platz in der hektischen Küche, wenn die Stimmung bei der Faschingssitzung im Saal kocht, hat sie inzwischen geräumt. Sie geben jetzt der Jugend den Vortritt. Martin und Tobias mit seiner Frau Nadine, für die der analoge Fasching in der digitalen Welt so viel bodenständigen Spaß und ehrliche Gemeinschaft bietet, dass es wert ist, sich dafür zu engagieren. Der Umzug der Glammhogga ist ein Besuchermagnet. Bevor der erste Wagen fährt, stehen die Narren dicht gedrängt am Straßenrand. Der Gaudiwurm startet um 14.14 Uhr in der Batzenhofer Straße. Rund 30 Gruppen können teilnehmen, ansonsten wird der Zug zu lang und würde sich selber überholen. Zum Kehraus geht es in die Mehrzweckhalle.

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