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Schultheater

15.02.2020

Fischacher Staudenlandhalle wird zur Villa Kunterbunt

In der Villa Kunterbunt ist Pippi (Samantha Migos) zu Hause. Gleich kommen die Einbrecher, um sie zu bestehlen.
Bild: Karen Luible

In der Grund- und Mittelschule hat Pippi Langstrumpf einen Abend lang das Sagen

Es gibt Zwischenzeugnisse, und das erste Schulhalbjahr ist vorüber: Diese Zeit hat die Schulspielgruppe der Grund- und Mittelschule Fischach-Langenneufnach genützt und einige Episoden von Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ einstudiert.

Mit großer Spannung wurde nun die Premiere erwartet. Rektorin Elisabeth Kick begrüßte das erwartungsfrohe Publikum in der Fischacher Staudenlandhalle, und Schauspieler wie Musikanten und Chöre warteten auf ihren Einsatz. Dann hieß es endlich: Vorhang auf!

Zur großen Freude der beiden wohlerzogenen Kinder Thommy (Eric Sobotta, 9cM) und Annika (Lavinia Wehner, 8a) ist Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf oder kurz „Pippi“ (Samantha Migos, 8a) in die „Villa Kunterbunt“ eingezogen. Alle drei Darsteller zeigten sich außerordentlich textsicher und verkörperten ihre Rollen mitreißend.

Fischacher Staudenlandhalle wird zur Villa Kunterbunt

Die spröde Vorsitzende des Waisenrates, Frau Prysellius, wurde hervorragend gespielt von Luisa Angerer (10aM). Sie kritisierte, dass nicht, dass ein Kind allein in diesem Haus lebt. Woraufhin Pippi schlagfertig entgegnete, sie sei doch ein Kind, und das Haus sei ihr Heim, also sei es ein „Kinderheim“. Doch diese Erklärung genügte der „Prusseliese“, wie sie Pippi nannte, nicht. Auch als Pippi den starken Alfons (Antonin Schüller, 8cM) niederrang und die linkischen Einbrecher Donner Karlsson (Elena Lützel, 10bM) und Blom (Hugo Matthes, 8a) in die Flucht schlug, war die gestrenge Dame nicht zufrieden.

Die Polizisten Klang, sehr bestimmend gespielt von Jeremy Geißler (8a) und Larsson, erfrischend naiv umgesetzt von Leon Gleixner (7cM), sollten das Mädchen in Gewahrsam nehmen. Nach einem turbulenten Fangenspiel scheiterte aber auch dieser Versuch, das Kind ins Heim zu bringen.

Ein kurzer Ausflug in die Schule mit Lara Kleineidam (10aM) als geduldiger Lehrerin änderte ebenfalls nichts an Pippis Frechheit und ihren fröhlichen Lügen. Schließlich kam Elena Lützel als Efraim Langstrumpf, Pippis Vater, um die Tochter endlich abzuholen. Doch „ein Kind braucht Ordnung, und die hat es daheim“, meinte Pippi und blieb in der Villa Kunterbunt wohnen.

Das kunterbunte Bühnenbild wurde von der Klasse 5a gemalt. In der Mitte stand die Villa. Die Schule, ein Jahrmarkt und das Segelschiff „Hoppetosse“ erschienen als digitale Bilder. Barbara Schmid hatte sie mit der Wirtschaftsgruppe zusammengestellt. Die Präsentation am Abend übernahmen Viktoria Höß und Teresa Deuringer. Sowohl die Schulchöre aus Fischach (Leitung: Irene Binder) und Langenneufnach (Leitung: Elisabeth Kick) wie auch die Klassen 4b und 5a (Lucia Müller-Jiresch) umrahmten das Stück musikalisch. Mit ihrem sicheren Geigenspiel gab Dorottya Héja (4a) dem Schlaflied des Chores eine besonders sensible Note. Fabian Maier und Simon Thienel mit Bariton und Tuba zeigten sich als starke Bläsersolisten, als die Resi-Band (Leitung: Irene Binder) Jahrmarktstimmung verbreitete. Auch die perfekte Technik von Erich, Max und Lisa Köhle und Walter Bauer sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Am Ende des temperamentvollen Abends fiel die Anspannung sichtlich von den Regisseurinnen Lucia Müller-Jiresch und Irene Binder ab. Doch alle waren sich sicher: Alle Anstrengungen haben sich wieder einmal gelohnt. (lui)

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