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Geschichte

25.05.2011

Historischer Kaufmannszug macht sich auf den Weg

Der historische Kaufmannszug war bereits 2007 auf dem Weg von Augsburg nach Allmannshofen.
Bild: Archivfoto: Marcus Merk

Mit Fuhrwerken, Pferden und Eseln unterwegs. Tross macht auch Halt auf Gut Schwaighof in Allmannshofen

Allmannshofen-Gut Schwaighof Am Samstag, 28. Mai, zieht ein Kaufmannszug in zeitgenössischer Garderobe aus dem 18. Jahrhundert von Augsburg nach Seligenstadt. Startschuss für die historische Handelskarawane ist auf dem Rathausplatz um 10 Uhr mit Programm.

Nach dem Spektakel auf dem Rathausplatz wird sich die Karawane mit Bürgern, Knechten, Mägden, Gauklern, Marketenderinnen, Handwerkern, Kaufleuten und Bauern auf den Weg machen. Die 32 Kilometer lange Etappe am ersten Tag führt über Achsheim, wo zwischen 14 und 15 Uhr Mittagsrast gemacht wird, nach Gut Schwaighof in Allmannshofen, wo der Tross gegen 19 Uhr eintreffen wird.

Dort gibt es Verpflegung nicht nur für die Teilnehmer des Zugs, sondern auch – gegen Eintritt – für alle anderen Interessierten. Spanferkel, Kaffee und Kuchen und weitere Getränke kann man kaufen. Eine Rokoko-Tanzgruppe tritt auf und eine Musikgruppe spielt.

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Die weiteren Stationen der nächsten Tage sind Harburg, Nördlingen, Dinkelsbühl, Dombühl, Rothenburg, Aub, Unter-Wittinghausen, Tauberbischofsheim, Külsheim, Eichenbühl, Obernburg und Seligenstadt.

Im Jahr 2003 fand das erste Mal ein solcher Kaufmannszug nach historischem Vorbild von Nürnberg nach Seligenstadt statt. Geboren aus der Idee einiger Privatleute, auszuprobieren, wie es wäre, auf historische Art zu reisen unter dem Motto „Geschichte hautnah erleben“.

Heuer sind es sogar zwei Züge

Heuer werden sogar zwei Kaufmannszüge laufen. Der erste von Augsburg am 28. Mai, der zweite startet in Nürnberg am 2. Juni. Beide Züge werden am 4. Juni auf der Wegstrecke zusammentreffen und gemeinsam in die Stadt Aub einfahren. Der gesamte Tross wird am Pfingstsamstag, 11. Juni, in Seligenstadt ankommen.

Insgesamt nehmen heuer 198 Personen an den Zügen teil. Der jüngste Teilnehmer ist zwei Jahre, der ältester Teilnehmer 79 Jahre. 46 Pferde, zwei Esel, 21 Fuhrwerke und neun Einzelreiter vervollständigen die Züge. Es mussten rund 1400 Übernachtungen in Hotels oder Pensionen organisiert werden. Zusätzlich werden noch etwa 60 Personen in Zelten übernachten.

Die Pferde werden in einem mobilen Boxensystem untergebracht, das täglich auf- und abgebaut werden muss. Hierfür gibt es einen Versorgungstrupp, der diese Aufgaben bewältigt, aber tägliche Unterstützung von den Teilnehmern erfährt.

Auch die tägliche Verpflegung will organisiert sein. Ein Erholungsurlaub ist die Teilnahme nicht, eher ein aktiver Erlebnisurlaub. Die Fuhrleute der Planwagen und Kutschen kommen aus verschiedenen Teilen Deutschlands. Die Fuhrwerke wurden und werden von dem Organisationsteam und einigen Teilnehmern selbst restauriert und gebaut. (AL/mst)

Nähere Informationen unter

www.Kaufmannszug.de

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