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Zusamklinik

04.11.2012

Hoffen auf einen neuen Träger

Es ist noch nicht entschieden, ob die Betten der Zusamklinik als Ausweichquartier des Klinikums Augsburg genutzt werden.
Bild: Marcus Merk

Stimmung beim Personal ist gedrückt. Auch Patienten sind ratlos

Knapp zwei Monate vor der Schließung ist die Stimmung beim Personal der Zusamklinik gedrückt. Gekündigt hat noch kaum einer der rund 140 Beschäftigten aus der Verwaltung und vom Pflegepersonal, die Verhandlungen zum Sozialplan laufen. „Viele der Beschäftigten hoffen immer noch, dass sich ein anderer Träger findet“, so Personalrätin Ulrike Klos.

Wie berichtet, prüft das Klinikum Augsburg gerade, ob die Klinik als Ausweichmöglichkeit dienen kann, wenn das Hauptgebäude des Klinikums im Augsburger Westen in den kommenden Jahren generalsaniert wird. Doch eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, hat Bürgermeister Albert Lettinger erfahren. Vor einem Monat hatte die Vertreterversammlung der deutschen Rentenversicherung in Schwaben, der Träger der Zusamklinik, beschlossen, das Haus Ende des Jahres zu schließen.

Nicht nur die Beschäftigten sind verunsichert, betroffen sind auch die Patienten der Fachklinik für Lungenheilkunde, in der es auch eine Allergieambulanz gibt. So berichtet die Zusmarshauser Heimatdichterin Luise Wölzemüller, dass sie immer noch voller Dankbarkeit daran zurückdenke, wie ihr vor inzwischen 40 Jahren in der Zusamklinik während einer schweren Krankheit geholfen wurde. „Sonst hätte ich meinen 65. Geburtstag in diesem Jahr vielleicht gar nicht feiern können“, sagt sie.

Auch Fredericka Gimpl aus Mertingen (Landkreis Donau-Ries) macht sich große Sorgen. Gimpl ist chronisch lungenkrank. Die Zusamklinik in Zusmarshausen war für sie die nächste Fachklinik, die bei ihren verschiedenen Erkrankungen der Lunge helfen konnte. Schon oft hat ihr Mann sie mitten in der Nacht nach Zusmarshausen gefahren, wenn sie unter akuter Atemnot litt. Dort konnte sie sich auf die Ambulanz verlassen. Gimpl weiß, dass es vielen Lungenkranken so wie ihr geht. Die Mertingerin leitet eine Selbsthilfegruppe und ist zudem Vorsitzende des deutschen Allergie- und Asthmabundes im Landkreis Donau-Ries.

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