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Kutzenhausen

21.06.2019

Ihr Herz hängt am Freibad-Kiosk

Nachdem auch der letzte Interessent für den Kiosk im Freibad Kutzenhausen abgesprungen war, erklärte sich Gisela Schubaur doch noch bereit, diesen weiterzuführen.
Bild: Silvia Kugelmann (Archiv)

Gisela Schubaur wollte eigentlich aufhören. Jetzt macht die Pächterin des Freibads in Kutzenhausen doch weiter.

Ihre Stimme klingt hörbar erleichtert. „Der Kiosk in unserem Freibad steht mit seinen Angeboten weiterhin den Badegästen zur Verfügung“, sagt Bürgermeisterin Silvia Kugelmann. Damit ist gesichert, dass die Badegäste auch künftig ihren kleinen Hunger stillen können und mit Getränken, Kaffee, Kuchen und Snacks versorgt werden.

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Für die Gemeinde als Betreiberin des Badespaßes waren die letzten Monate eine Hängepartie. Die bisherige Pächterin Gisela Schubaur aus Fischach hatte angekündigt, den mit einer kurzen Unterbrechung seit dem Jahr 2000 gepachteten Kiosk im Freibad aus persönlichen Gründen nicht weiter zu betreiben. Daraufhin suchte die Kommune händeringend nach einem neuen geeigneten Pächter.

Doch die Suche gestaltete sich sehr schwierig. „Wir haben Zusagen von potenziellen Bewerbern erhalten“, berichtet die Bürgermeisterin. Doch als es ans Eingemachte ging, sprangen die Interessenten ab.“ Der eine oder andere habe vielleicht gedacht, so ein Kiosk lasse sich nebenher führen, meint Silvia Kugelmann. „In Wirklichkeit fordert er vom Betreiber vollen Einsatz bis in die Abendstunden.“

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Als die Badesaison immer näher rückte, bereitete sich die Gemeindechefin bereits darauf vor, dass der Kiosk und die damit verbundene bewirtschaftete Terrasse mit ihren rund 30 Sitzplätzen geschlossen bleiben. Als Alternative überlegte sie den Einsatz von Getränkeautomaten. Das Essen hätten die Badegäste dann selbst mitbringen müssen. Doch so weit kam es dann doch nicht. „Als ich mitbekommen habe, dass auch der letzte Pachtinteressent abgesprungen war, habe ich mich bereit erklärt, den Kiosk weiter zu führen“, so Gisela Schubaur. Schließlich hänge sie mit Herz und Seele an diesem Job. Darüber hinaus habe sie viel positive Resonanz aus den Reihen der Badegäste erhalten. Und auch die Leidenschaft für den Kiosk sei nach wie vor vorhanden gewesen, ergänzt Schubaur. Für sie sei das beheizte Freibad ein Ort der Erholung für die ganze Familie.

Notwendig war allerdings, an etlichen Stellschrauben im privaten Bereich zu drehen und neu zu justieren. Ihr vorhandenes Wissen ermöglichte, den Kiosk und sein Angebot für die Badegäste in kurzer Zeit wieder zu mobilisieren. Das sei ihr leicht gefallen, meint sie im Nachhinein. „Am Konzept musste ich ja nichts ändern.“ Das richte sich nach wie vor an eine familiäre Zielgruppe, die neben der Erfrischung im Bad oft auch etwas essen und trinken will.

„Ich bin sehr froh, dass der Kiosk geöffnet hat“, zieht ein Badegast Bilanz und lässt sich von Gisela Schubaur ein Weizenbier einschenken. „Der Service stimmt“, sagt er. Ein Jugendlicher schließt sich kopfnickend an und bestellt ein Eis. Gisela Schubaur, die sich nicht fotografieren lässt, lächelt. Das sei Ansporn und Freude zugleich, sagt sie.

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