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Finanzen

31.01.2018

In Emersacker stehen große Investitionen an

Der Gemeinderat verabschiedet den Haushalt. Doch es gibt auch kritische Stimmen

Gute Nachrichten hatte Günther Tauber, Kämmerer der VG Welden, bei der Haushaltsverabschiedung im Gemeinderat Emersacker dabei. Tauber erklärte, dass das vorangegangene Jahr besser gelaufen sei als erwartet. Dies sei unter anderem dem deutlichen Plus beim Steueraufkommen zu verdanken. Bürgermeister Michael Müller resümierte, dass der Haushalt 2018 ohne neue Verschuldung auskomme und der Schuldenstand etwas verringert werden könne.

In diesem Jahr sind fast 1,5 Millionen Euro für Baumaßnahmen eingeplant – und damit mehr als doppelt so viel wie 2017. Die größten Summen sind für das Baugebiet Johannisfeld II (450000 Euro für Straße und Kanal), Grunderwerb für Wohnbau (300000 Euro) sowie die Erweiterung der Krippe (140000 Euro) und des Kindergartens (450000 Euro) vorgesehen.

Gemeinderat Ralph Behr bemängelte Ressourcenverschwendung für „geistlose“ Projekte wie Neubaugebiete. Er forderte sozialen Wohnungsbau und die Sanierung der Schmiedgasse. Gemeinderat Karl-Heinz Mengele erinnerte daran, dass die Straßensanierung der Schmiedgasse für 2019 geplant sei. Bürgermeister Müller erklärte, er werde einen Teufel tun, auf veralteter Grundlage Geld von den Bürgern zu verlangen, wenn die Straßenausbaubeiträge derzeit auf der Kippe stünden. Weiter sei die Gemeinde kein sozialer Wohnungsbauträger. „So etwas haben wir nicht im Kreuz“, sagte Müller. Man könne lediglich die Rahmenbedingungen für Investoren schaffen.

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Der Haushalt wurde schließlich mit 8:2 Stimmen verabschiedet. Außerdem ging es in der Gemeinderatssitzung noch um folgende Themen:

Die Genehmigung des Bauantrags für den Kindergarten liegt weiterhin nicht vor. Am Klostergebäude muss an einigen Fenstern Kitt erneuert werden, da die Gefahr besteht, dass sich Fensterscheiben lösen.

Karl-Heinz Mengele wies darauf hin, dass nach den Erfahrungen der letzten starken Regenfälle auch ein Laubgitter am Einlaufschacht des Kellerwegs nicht helfen werde. Als Lösung könne er sich eine Verrohrung des Grabens vorstellen.

Aus Kostengründen hatte die Gemeinde Emersacker bei der Anschaffung des neuen Traktors auf eine gefederte Achse verzichtet. Folge war nun unruhiges Fahren und Schalten – insbesondere, wenn Schneepflug oder Frontlader angebaut sind.

Vom Händler kam nun das Angebot, den Traktor zurückzunehmen und gegen ein identisches Modell mit gefederter Achse zu tauschen. Für die bisher angefallenen Betriebsstunden und die Umrüstung des neuen Fahrzeugs ist eine Pauschale zu zahlen. Gemeinderat Andreas Ehinger lobte das großzügige Entgegenkommen der Firma.

Dem Sportverein werden die Abwassergebühren für die Wassermenge erlassen, die zur Bewässerung der Sportanlagen benötigt worden sind.

Als neuer Feldgeschworener wird Wilhelm Müller bestellt. (hes)

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Kommentar

Ganz schön clever, der Hase

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