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04.08.2018

Kindergartenerweiterung soll 1,4 Millionen Euro kosten

Der Gemeinderat entscheidet sich für einen Vorschlag des Architekten. Er soll aber abgespeckt werden

Neben dem Streit um den Radweg zwischen Bonstetten und Peterhofstraße gibt es im Gemeinderat noch um die Erweiterung des Kindergartens und die Neue Mitte:

Der Umbau des Kindergartens nimmt langsam, aber sicher Gestalt an. Zwar legte der Architekt vorerst nur einen Planentwurf des vergrößerten Gebäudes für mehr Kindergruppen vor, allerdings mit sehr konkreten Festlegungen der Anordnungen von Spiel-, Schlaf-, Aufenthalts- und Abstellbereichen. Alle Seiten werden mit viel Glas ausgestattet, damit die Kleinen neben komfortablen Räumen auch optimale Lichtverhältnisse vorfinden. An der Schnittstelle zwischen Kita und Krippe soll ein großzügiger Eingangsbereich angelegt werden. Der Architekt traf bei der Sitzung auf diskutier- wie detailfreudige Ratsmitglieder. Ihnen stellte der Fachmann zwei Varianten zur dann intensiven Diskussion: Ein längerer Erweiterungsbau mit 500 Quadratmetern Grundfläche und Kosten von 1,4 Millionen Euro sowie eine Ausführung mit 410 Quadratmetern und 1,15 Millionen Euro. Ersterer, der mit einer Förderung von 600000 Euro rechnen kann, setzte sich knapp durch. Allerdings soll dort deutlich abgespeckt werden.

Es war wieder der Abend der Experten, der von den Bürgervertretern genutzt wurde, um die Fachleute mit ihren Fragen zu löchern. Denn neben dem Architekten nahm auch Jürgen Grahammer von einem Kissinger Fachbüro am Sitzungstisch vorne Platz. Ihm erteilte Bürgermeister Anton Gleich das Wort, um über die Stellungnahme von Behörden und Organisationen zur Entstehung eines zentralen Platzes im Ort zu berichten. So wollte etwa das Amt für Landwirtschaft die bäuerlichen Aktivitäten südlich der Brauerei berücksichtigt wissen. Dem schloss sich laut Grahammer auch der Bauernverband an. Der Bund Naturschutz erinnerte an schützenswerte Fledermäuse und mehrere gefährdete Vogelarten, die Denkmalpflege an Umsicht bei Erdarbeiten. Wegen der geplanten Mischbauweise gab das Landratsamt zu bedenken, dass es beim Nebeneinander von Gewerbe und Wohnbau Konfliktpotenzial geben könnte.

Dem Rat lagen mehrere Baukonzepte vor, über die mancher den Kopf schütteln musste. Dabei kam es zu einigen Überschreitungen der Vorgaben aus dem Bebauungsplan, etwa eine Erhöhung der Bodenfläche vor einem Haus von 50 Zentimeter über dem Straßenniveau. Petra Zinnert-Fassl zog auch die Bauweise des Planers in Zweifel: „Das ist doch kein Haus für ein Hanggrundstück.“ Die teilweise starke Geländeneigung im Ort macht allerdings Architekten zufolge das Errichten von Häusern hier alles andere als einfach. (güs)

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