Newsticker

Corona-Neuinfektionen in Deutschland auf höchstem Stand seit April
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Kinderkrippe bleibt im Keller

Ustersbach

30.07.2010

Kinderkrippe bleibt im Keller

Der Gemeinderat Ustersbach hat einen Neubau einer Kinderkrippe im St. Fridolin Kindergarten abgelehnt. Von Michael Kalb

Bisweilen werden elf Kleinkinder im

Kellergeschoss

betreut. Nach einem Antrag des Kindergartens, die

Kinderkrippe

auszubauen, wurde ein Architekt im

Kinderkrippe bleibt im Keller
Schnellverfahren

ausgewählt. Dieser konnte drei mögliche Vorschläge, An-, Um- und

Neubau

, vorstellen (wir berichteten).

"Der Anbau wäre aus Kostengründen nicht realisierbar gewesen", so Bürgermeister Dr. Maximilian Stumböck. Auch bei der Variante, ein komplett neues Gebäude in Eiform für die Kinder zu errichten, zeigte sich der Gemeinderat zurückhaltend.

Eine denkbare Lösung wäre also letzten Endes der Umbau des Dachgeschosses gewesen. Dort hätte eine Kindergartengruppe untergebracht werden können, während im Erdgeschoss die Krippe eingerichtet worden wäre. Für diese Lösung wären etwa 320 000 Euro plus X aufzuwenden gewesen. Es wäre also noch mit weiteren Kosten während der Planungsphase, Ausstattung der Krippe und Umbaukosten des Erdgeschosses gerechnet worden. Zusätzlich wurde die Zusage der Regierung, das Projekt mit bis zu 237 000 Euro zu fördern, nachträglich noch einmal auf maximal 200 000 Euro herunterkorrigiert. "Die vorgelegten Geburten der letzten Jahre und die für 2010 angemeldeten wenigen Krippenkinder, haben dazu geführt", so die Begründung der Gemeinde. Als Folge lehnte der Gemeinderat mit 12:1 Stimmen alle drei vorgestellten Varianten ab.

Freundliche Atmosphäre schaffen

Um die Kinderkrippe künftig weiterhin im Keller unterbringen zu können, wurde vorgeschlagen, die Fenster der Lichtgräben zu vergrößern, um damit eine freundlichere und bedarfsgerechtere Atmosphäre zu schaffen.

"Wir sind sehr enttäuscht über den Beschluss", sagte die Leiterin des Kindergartens, Gabriela Peschel. Es sei schade, dass die Gemeinde nicht bereit sei, Geld für die Kinder auszugeben. Zusätzlich hat Peschel eine andere Auffassung, was die Belegung und die Nachfrage der Kinderkrippe betrifft. Die bei der Regierung vorgestellte Geburtenrate basiere nur auf der Gemeinde Ustersbach.

Allerdings seien auch einige Kinder aus den Nachbargemeinden in der Krippe untergebracht. "Dadurch ist mit einem steigenden Bedarf für das nächste Jahr zu rechnen", so Peschel.

Mehrzweckhalle Auf der Basis der Verordnungen aus Gessertshausen und Kutzenhausen wurde eine mögliche Benutzungs- und Gebührenordnung für die Mehrzweckhalle erarbeitet. Der Belegungsplan soll künftig von der Gemeindeverwaltung geführt werden. Die Halle fasse bei Tischbestuhlung maximal 300 und bei Reihenbestuhlung 400 Sitzplätze. Ohne Bestuhlung haben maximal 800 Menschen Platz. Bis zur nächsten Sitzung soll beraten werden, ob und wie viel Geld örtliche und auswärtige Vereine an Nutzungsgebühr für die Halle zu entrichten haben.

DSL Ustersbach müsse für ein leistungsfähiges Breitbandnetz (maximal 50 Mb) mit einer Investitionssumme von 100 000 bis 200 000 Euro rechnen. "Möglicherweise könne der Landkreis auch Teile des Ausbaus übernehmen", so Bürgermeister Stumböck. Die grundsätzliche Entscheidung, ob und wie der Landkreis sich engagiert, fällt im Herbst 2010. Solange wird die Prüfung der detaillierten Optionen für Ustersbach, was den DSL-Ausbau z.B. über Ried oder Aretsried angeht, zurückgestellt. Von Michael Kalb

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren