Sanierung

25.06.2019

Kirchenglocken schweigen

Die Nordendorfer Christkönigskirche ist zurzeit eingerüstet, sie wird gerade saniert.
Bild: Rosmarie Gumpp

Die Nordendorfer Christkönigskirche wird saniert. Dabei ist ein zusätzliches Problem aufgetaucht

Das Nordendorfer Gotteshaus ist eingerüstet, wahrscheinlich noch bis zum August dieses Jahres. Und deshalb läuten auch die Glocken nicht, weder zum Gottesdienst noch zum Angelusgebet oder zur Mittagszeit. „Die Glocken hängen im Turm, sind sanddicht verpackt, denn auch der Glockenturm wird saniert“, so Kirchenpfleger Anton Würfel.

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Gerne erzählt der Nordendorfer Kirchenpfleger von den umfangreichen Verbesserungen für die Christkönigskirche. Dazu gehört ein neuer Anstrich für den Außenputz, die Sanierung des Hauptportals (bereits abgeschlossen), die Erneuerung von Entwässerung, Turmuhr und -kreuz. Die Gedächtnishalle erhält einen barrierefreien Zugang, auf das Dach kommen Schneefanggitter. Neu werden auch die Elektrik und die Beleuchtung im Altarraum sowie die Heizung.

Das geht ins Geld. „Die Kosten belaufen sich auf 829000 Euro“, so Anton Würfel. Die Diözese bezuschusst das Sanierungsvorhaben mit 525000 Euro, der Obolus der Gemeinde Nordendorf beträgt 6000 Euro. Allerdings kommt nach einem erneuten Gutachten noch die dringende Sanierung der fünf Prophetenfenster dazu. Hierbei beläuft sich die Kostenschätzung auf 163000 Euro zusätzlich der Gerüstkosten. Kurz: Das Gesamtvorhaben steuert stramm die Millionengrenze an. Anton Würfel berichtet, dass wegen der fehlenden finanziellen Mittel zurzeit nur eine provisorische Bestandssicherung an den Prophetenfenstern vorgenommen werde. Im Gotteshaus hat der Kirchenpfleger ein Spendenbarometer erstellt. Der Besucher stellt fest, dass ohne die Fenster von der Pfarrgemeinde mindestens noch 45000 Euro aufzubringen sind, an Eigenkapital werden für das wichtige Bauvorhaben 258000 Euro eingebracht. Kirchenpfleger Anton Würfel: „Unsere Kirche braucht Sie, damit sie wieder in ihrem ganzen Glanz erstrahlen kann.“ (rogu)

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