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Jubiläum

23.10.2019

Künstler zeigen in Fischach verborgene Schätze

Jeder der Künstler hat seinen eigenen Stil: (hinten von links) Kenneth Pagett, Josef Böck, Brigitte Winter, Hama Lohrmann, Ingrid Egger sowie (vorn) Heinz Tomaschek, Heinz Kaiser und Leander Bauer
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Der Kulturkreis Kern feiert sein zehnjähriges Bestehen auch mit einer Ausstellung. 15 Teilnehmer wollen punkten

Der Kulturkreis Kern hat sich in Fischach zu seinem zehnjährigen Bestehen viel vorgenommen. Nach einem Festakt in der Aula der Grund- und Mittelschule lädt er auch zu einer Vernissage und großen Kunstausstellung in die Staudenlandhalle ein. Dort präsentieren eine Woche lang 15 Künstler zwischen abstrakt, surreal und figurativ ihre Werke unter dem Motto „Verborgene Schätze“.

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In der Jubiläumsausstellung zeigen die Hobbykünstler aus Fischach und Umgebung einen bunten Querschnitt ihres Schaffens. Bei einem Gespräch mit unserer Zeitung berichteten acht Kreative über ihr Verständnis zum Malen und ihre Stilrichtungen und Vorlieben, aber auch über ihre Wünsche und Ziele.

Motive spiegeln in erster Linie die ländliche Struktur in den Stauden und Reiseimpressionen. Aber auch Blumen inspirieren ihn. Jüngst gilt sein Interesse einem neuen Verfahren: „Ich trage Farben auf eine Glasplatte auf und drucke sie auf Papier.“ Die Herausforderung sei dann die kreative Arbeit mit dem Farbverlauf.

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malt seit den 1990er Jahren. Zunächst ohne große Ambitionen, wie er lächelnd gesteht. Doch nun hat er motivisch eine „Marktlücke“ gefunden: Hüte. Er malt die Kopfbedeckungen in Acryl und Aquarell, experimentiert mit Collagen und erzielt damit ungewöhnliche „Hingucker“.

l Nicht festlegen auf einzelne Motive will sich dagegen Leander Bauer. Der 26-Jährige ist der Jüngste in der Ausstellungsriege. „Ich erhalte meine Impulse querfeldein“, sagt er. Seine Materialien seien Acryl, Sprühlack und Stifte. Darüber hinaus sei Musik ein wichtiger Faktor seines Schaffens. Spaß mache ihm vor allem, diese Stilrichtungen miteinander zu einem aussagekräftigen Werk zu verbinden.

Bilder werden beeinflusst von der Umwelt, der Politik, von Musik und Träumen. Er will den Betrachter mit der Aussagekraft seiner meist großformatigen Abstraktionen fesseln. Dabei scheut er auch nicht, heiße Eisen anzufassen wie die Bombardierung Bagdads durch die US-Armee im Rahmen des Irakkriegs. „Diese Entsetzlichkeit musste ich kreativ umsetzen“, verdeutlicht er.

l Auch Ingrid Egger verarbeitet zuweilen tagespolitische Ereignisse mit verschiedenen Techniken in Aquarell, Acryl und Radierungen. Ihre Liebe zum Malen hat sie seit der Kindheit beibehalten und sie in Kursen vervollständigt. Ihre Ausstellungsstücke wie „Hingabe“ und „Überquerung des Meeres“ brillieren in wunderschönen, filigranen Farben.

l Mit dabei ist auch Josef Böck mit verschiedenen Objekten. Darunter sind Titel wie „Hüter der Zeit“ und „Der weiße Häuptling Kerawa“. Der Langenneufnacher Bürgermeister will nach eigenen Worten mit seinen Holzskulpturen „alle Sinne erlebbar“ machen und zeigen wie dieses Material „lebt“.

Ausstellungsbeitrag steht noch nicht fest. Nur so viel: Der Land-Art-Künstler wird ein Areal von rund 2,5 Quadratmeter mit Steinen, Sand, Schilfrohr, Lehm und Pflanzenteilen anordnen und damit symbolisieren, dass Kunst keine Grenzen kennt. Sein Ziel? „Ich werde mit diesem atmosphärisch wahrzunehmenden Eigenleben die Vergänglichkeit aufzeigen“, antwortet er.

wartet mit einem Querschnitt ihrer von Anfang an streng durchkomponierten Keramikarbeiten auf. Sie versieht sie mit aufwendigen Beigaben und einer Vielfalt von Formen, Farben und Oberflächen. Die Dreidimensionalität habe es ihr vor allem angetan, sagt sie. „In den Strukturen fängt sich das Licht, spiegeln sich Farben und Reflexionen.“ Das verleihe den Werken eine besondere Anziehungskraft und Tiefe. Das Ziel ihrer Kunst sei, eine Spur zu hinterlassen, die das Herz höherschlagen lässt.

Das wollen auch die anderen Künstler, die bei der Jubiläumsausstellung vertreten sind:

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