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Fischach

17.02.2020

LED-Leuchten: Hat sich die Umrüstung in Fischach gelohnt?

Hat sich die Umstellung auf LED-Straßenleuchten in der Marktgemeinde Fischach gelohnt?
Bild: Philipp Schröders (Symbolbild)

Plus Was bringt die neue LED-Technik für Straßenleuchten in Fischach? Am Anfang gab es viel Ärger. Jetzt ist Bilanz gezogen worden - sie fällt eindeutig aus.

Die neue Technik in Fischach begann mit Ärger. Im Herbst 2018 beklagten sich über 20 Bürger im Ortsteil Itzlishofen in einer Unterschriftenaktion über die zu grellen, neu angebrachten LED-Straßenleuchten. Sie schafften es damit als Tagesordnungspunkt bis in den Marktgemeinderat. Nach einem Ortstermin wurden daraufhin zwei Lampen mit einer verminderten Leuchtkraft eingesetzt. Jetzt ist eine generelle Bilanz zur Umstellung gezogen worden - und sie fällt eindeutig aus.

Denn die Umrüstung der Straßenleuchten in der Gemeinde Fischach auf LED-Technik rechnet sich. „Wir haben im Jahr 2018 rund 75.000 Kilowattstunden weniger verbraucht als im Jahr davor“, resümiert Bürgermeister Peter Ziegelmeier erfreut. In Fischach wurden in den Jahren 2017 und 2018 von den Lechwerken (LEW) rund 500 Straßenleuchten auf energieeffiziente LED-Technik umgerüstet.

LED-Straßenleuchten: Fischach reduziert Stromverbrauch

„Da rund 80 Prozent dieses Umbaus bereits 2017 vorgenommen wurde, ist der Rückgang des Stromverbrauchs schon jetzt deutlich zu sehen“, erläutert LEW-Sprecherin Luisa Rauenbusch auf Nachfrage unserer Zeitung. Ein Blick auf die Verbrauchstabelle bestätigt dies. Im Jahr 2015 hatte die Marktgemeinde noch einen Stromverbrauch von knapp 188.000, 2016 von rund 182.500 und 2017 von 180.400 Kilowattstunden. Im Jahr danach rutschten die Aufwendungen in den Keller, nämlich auf 105.307 Kilowattstunden, also auf weniger als 60 Prozent der vorherigen Werte.

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Die letzten Leuchten wurden im Februar 2018 umgerüstet. Für 2019 liegt der Gesamtverbrauch der Straßenbeleuchtung noch nicht vor. Er dürfte nochmals zurückgehen, ist sich der Geschäftsleiter der Marktgemeinde, Rudolf Thoma, sicher. Insgesamt sind in Fischach knapp 80 Prozent der Straßenleuchten mit LED-Technik ausgestattet. Die restlichen Leuchten sind hauptsächlich Leuchtstofflampen. Natriumdampf-Leuchten – erkennbar am leicht gelblichen Licht – sind in Fischach kaum mehr verbaut. Die energieintensiven Hochdruck-Quecksilberleuchten seien nicht mehr anzutreffen, so Rauenbusch. LED-Leuchtmittel bestehen aus einer oder mehreren Leuchtdioden sowie einer elektronischen Schaltung, die die LED mit Strom versorgt.

Nach Ärger wegen der LED-Technik: Bilanz in Fischach positiv

Diese Technik gehört mit ihrer großen Energieeffizienz und hohen Lichtausbeute zu den verlustärmsten in der Straßenbeleuchtung. Eine LED-Leuchte mit 20 Watt erziele beispielsweise das gleiche Lichtergebnis wie eine Natriumdampfleuchte mit 50 Watt, erklärt die LEW-Sprecherin. Die LED-Leuchten seien im Anschaffungspreis zwar etwas teurer, aber durch den niedrigen Energieverbrauch und den geringeren Wartungsaufwand amortisierten sich die Kosten in der Regel schnell, ergänzt Thoma. Die LED-Technik bringt das Licht gezielt auf die Straße und verringert dadurch die Beeinträchtigungen durch Streulicht für Anwohner und Umwelt.

Die Umrüstung auf die neuen LED-Leuchten habe sich für die Marktgemeinde auch finanziell gelohnt, fasst Geschäftsleiter Rudolf Thoma den Umstieg zusammen. So seien in dem erwähnten Zeitraum 8790 Euro eingespart worden.

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Die Diskussion ist geschlossen.

17.02.2020

Ich stelle mir nur die Frage, warum im Zeitalter des Insektenschutzes die Strassenbeleuchtung ausgerechnet mit kaltweißem Licht ausgestattet wird. Außerdem blenden die meisten LED-Leuchten sehr stark.

Hängt laut einem BR Bericht angeblich mit Förderrichtlinien zusammen. AZ, bitte mal recherchieren.

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