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22.07.2010

Lästiger Ausschlag nach dem Bad

Kissing Das Ehepaar war besorgt: Nach einem kühlen Bad im Weitmannsee bei Kissing spürten die Eheleute plötzlich einen juckenden Ausschlag auf der Haut. Das Gesundheitsamt untersuchte den Fall und stelle fest: Es gibt keinen Grund zur Sorge. Gefährlich ist der Ausschlag, der durch Saugwurmlarven ausgelöst wird, nicht. Aber er kann äußerst unangenehm sein.

Bisher liegt dem Gesundheitsamt im Kreis Aichach-Friedberg nur diese eine Meldung über sogenannte "Zerkariendermatitis" vor. Ebenso wie die durch Larven verursachte Entenbilharziose - im Volksmund auch Weiherhibbel genannt - kann auch die Zerkariendermatitis nach dem Baden in natürlichen Gewässern entstehen, so das Gesundheitsamt. Verursacht wird beides durch Gabelschwanzlarven. Die Symptome sind ungefährlich und heilen folgenlos ab, doch können die verursachten Beschwerden für Betroffene äußerst unangenehm sein.

Schon wenige Minuten nach dem erstmaligen Kontakt im Wasser kann ein leichtes Hautjucken auftreten, das von kleinen roten Flecken begleitet ist. Bei empfindlichen Personen kommt es dann möglicherweise zu einem stark juckenden und Bläschen bildenden Hautausschlag, der bis zu 20 Tage anhalten kann, teilt das Gesundheitsamt mit. Der Tipp der Amtsärzte: Bei erheblichen Beschwerden kann der Arzt Juckreiz mindernde Salben, Gele oder Lotionen verordnen. Normalerweise entwickeln sich die Larven zu Zehntausenden in der Schlammschnecke. Aus den Schnecken gelangen die Larven ins Wasser und dort befallen sie Wasservögel. Auch in die Haut des Menschen bohren sich die Larven ein.

Um einen lästigen Ausschlag zu vermeiden, rät das Gesundheitsamt von längeren Aufenthalten im Flachwasserbereich ab. Direkt nach dem Schwimmen sollte man die Badesachen wechseln und den Körper mit einem Handtuch gut abreiben. Ein vorübergehendes Badeverbot im Weitmannsee würde das Amt nur bei einem massiven Auftreten der Larven verhängen. Derzeit ist dies nicht der Fall, heißt es. (FA)

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