1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Neusässer Stadtfest: Zwischen Jazz, Bauchtanz und Wurstsalat

Neusäß

08.07.2019

Neusässer Stadtfest: Zwischen Jazz, Bauchtanz und Wurstsalat

Mit betörenden Körperbewegungen und Isis-Flügeln entführten die Wüstentöchter des SV Hammel in die Gefilde von 1001 Nacht.
3 Bilder
Mit betörenden Körperbewegungen und Isis-Flügeln entführten die Wüstentöchter des SV Hammel in die Gefilde von 1001 Nacht.
Bild: Thomas Hack

Zahlreiche Besucher ließen das Wochenende mit einem Besuch des Neusässer Festareals ausklingen. Kinder entführen die Gäste in die Gefilde aus 1001 Nacht.

Wechselhaftes Wetter hin oder her – auch am Sonntag durften sich die Organisatoren und Mitwirkenden des Neusässer Stadtfests freuen: Während internationale Streetfood-Schmankerln bei vielen Besuchern spontan den klassischen Sonntagsbraten ersetzten, lud auf dem gesamten Festgelände ein kunterbuntes Aktions- und Mitmachprogramm zum Feiern und Genießen ein. „Einen Hauch von Orient“ versprühten bereits zu den sonnigen Nachmittagsstunden die jungen Bewegungskünstlerinnen der Bauchtanzgruppe SV Hammel.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

In farbenprächtigen Gewandungen und glitzerndem Geschmeide entführten die kleinen Wüstentöchter in die exotischen Gefilde aus 1001 Nacht und eroberten mit Isis-Flügeln und betörenden Hüftschwüngen sogleich die Herzen des Publikums. Mit großartigem Erfolg, denn die Tische im Zuschauerbereich waren randvoll besetzt, als die jungen Tänzerinnen zu orientalischen Trommelrhythmen und Karawanenklängen über die Parkbühne schwebten.

Kinder kommen hoch hinaus
Ökologischer Kletterspaß: Die Kids durften auf dem Stadtfest stattliche Baumriesen erkunden.
Bild: Thomas Hack

Hoch hinaus ging es für die Kinder dagegen in der angrenzenden Natur: Nicht eine handelsübliche Kletterwand lockte den Nachwuchs in luftige Höhen, sondern ein prächtiger Baumriese mit zahllosen Verzweigungen, die unter professioneller Führung von Jochen Veh zu aufregenden Kletteraktionen herausforderten. Besonders nett: Ein Warnschild „Vorsicht Baumarbeiten“ hinderte Erwachsene am unbefugten Betreten dieses ökologischen Erlebnis-Areals.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Einige Dutzend Würstelbuden und Zuckerbäckereien weiter machte auf der Hofbühne derweil eine Crossover-Formation der ganz eigenen Art ihre goldenen Instrumente einsatzbereit: die Veeblefetzer, die eigens aus Rom angereist waren und all jene Musikperlen von der Bühne schmetterten, die sich ansonsten einfach nirgendwo einordnen lassen. Mit Tuben und Trompeten bewaffnet begeisterten die vier extravaganten Herren mit einer aufwühlenden Mixtur aus experimentellem Zirkus-Jazz, eigensinnigem Folk’n’Roll und fröhlichem Gipsy-Reggae im legeren Dolce-Vita-Style.

Quer durch die wohlklingende Welt der Musikgeschichte

Dass zur späteren Stunde auch noch die Trompeten als Luftgitarren herhalten mussten und Beethovens Sinfonien in ansteckende Ska-Rhythmen verpackt wurden, wunderte nach diesem berauschenden Sounderlebnis wahrlich niemanden mehr. Und spätestens jetzt wusste jeder Festbesucher: Italopop existiert auch jenseits von Eros Ramazotti & Co.!

Die Veeblefetzer heizten mit italienischem Crossover ein.
Bild: Thomas Hack

„Back to the Roots“ hieß es letztlich auf der Showbühne am Ägidiuspark: Quer durch die wohlklingende Welt der Musikgeschichte ging es dort bei der bunt gemischten Combo namens Hatliner zur Sache – eine ungekünstelte und rundum sympathische Augsburger Coverband, die es mit Bravour versteht, alte Rocklegenden, mitreißende Evergreens und aktuelle Hits miteinander zu vereinen und dieselbigen mit größter Spielfreunde auf ihr Publikum loszulassen. Ob Tina Turners „Rolling on the River“ oder „Highway to Hell“ von AC/DC: Das Wiederhören der berühmtesten Musikgrößen aller Zeiten stellte einen wunderschönen Abschluss dieses Neusässer Stadtfest-Wochenendes dar. Und welchen Musikstil man auch bevorzugen mag: Die Hatliner waren ihrem Namen nicht nur wegen der skurrilen Kopfbedeckungen ihrer Bandmitglieder mehr als gerecht geworden.

Was beim Neusässer Stadtfest noch geboten war, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren