Newsticker

Bundesregierung erklärt fast ganz Österreich und Italien zu Risikogebieten
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Rathauskeller als neuer „Hotspot“ für Fischacher Jugendliche

Jugendtreff

26.02.2015

Rathauskeller als neuer „Hotspot“ für Fischacher Jugendliche

Seit Jahren warten junge Leute auf ihren Raum. Am Samstag endlich ist die Eröffnung

Lange haben sie gewartet, jetzt bekommen die Fischacher Teenies endlich ihr eigenes Refugium. Die Idee ist nicht neu. Bereits vor Jahren gab es einen Jugendtreff, der schließlich aber mangels Mitglieder aufgelöst wurde. „Der Vorstand bestand zu einem Großteil aus Schülern, die zum Studieren weggezogen sind“, erinnert sich Bürgermeister Peter Ziegelmeier.

Kurz nach seiner Amtseinführung 2008 lässt er die Fischacher an einer groß angelegten Umfrage teilnehmen. Er will wissen, wo der Schuh drückt. Tut mehr für die Jugend, heißt es immer wieder. Fischach konnte schon immer auf ein umfangreiches Konzept an Vereinen und Gruppen zurückgreifen, nur der nicht organisierte Nachwuchs ging meist leer aus. „Die wollte ich haben“, sagt Ziegelmeier. Er lässt einen Jugendrat gründen, der sich fortan für die Belange der jungen Fischacher einsetzt. Mit viel Pfiff und dank vieler helfender Hände wurde der Keller des Rathauses zum neuen Jugendtreff umgestaltet. Bis vor Kurzem war hier noch die Ortsgruppe des Roten Kreuzes untergebracht, die den Raum für Sitzungen und Schulungen nutzte. Doch seitdem die Rotkreuzler nach Langenneufnach gezogen sind, hat Fischachs Jugend das Zepter in der Hand.

Kommenden Samstag feiert der Jugendtreff seinen ersten Nachmittag der offenen Tür. Michael Schmidt hat als ehrenamtlicher Jugendbeauftragter den Jugendrat seit 2013 begleitet und auch das Projekt des Jugendtreffs mit auf den Weg gebracht. Der Pädagoge ist stolz auf das Engagement seiner Truppe. „Die haben fast alles in Eigenregie renoviert und Unglaubliches geleistet“, sagt er. Der Raum habe jetzt einen regelrechten Wohlfühlcharakter. „Die Jugendlichen brauchen diesen Rückzugsort, wo sie sich unbeschwert und ohne Druck von Erwachsenen einbringen und austauschen können“, sagt er. Die neuesten Sozialraumanalysen hätten zudem gezeigt, dass es immer mehr Kinder gibt, die in schwierigen Verhältnissen groß werden. „Das können wirtschaftliche Probleme sein oder auch Trennungssituationen.“ Der Jugendtreff sei deshalb ein enorm wichtiger Teil des Gemeinwesens, denn hier bewegen sich die Heranwachsenden in einer eigenen sozialen Struktur.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Da es sich um eine Einrichtung der öffentlichen Jugendarbeit handelt, gelten die Richtlinien des Jugendschutzgesetzes. Kinder von 12 bis 14 Jahren dürfen den Jugendtreff bis 22 Uhr besuchen, Jugendliche ab 14 Jahren bis 24 Uhr. Für einzelne Veranstaltungen kann es Sonderregelungen geben. Schmidt sucht jetzt noch Jugendliche, die sich in einem Jugendtreff-Gremium engagieren wollen. „Die könnten dann auch die Sache mit den Öffnungszeiten in die Hand nehmen“, sagt er.

Für den Bürgermeister ist der Jugendtreff mehr als nur ein Angebot für Kinder und Jugendliche. Er versteht das Projekt als Aufforderung an den Nachwuchs, sich aktiv am Gemeindeleben zu beteiligen. „Wir brauchen junge Menschen, die nach ihrer Ausbildung gerne wieder zurückkehren und hier leben wollen.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren