Newsticker

Bundesregierung erklärt fast ganz Österreich und Italien zu Risikogebieten
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Raus aus dem Orchestergraben

Auftritt

17.02.2015

Raus aus dem Orchestergraben

Eine ungewöhnliche Kombination: Akkordeon (Konstantin Ischenko) und Tuba ( Fabian Heichele) – aber eine gelungene musikalische Darbietung mit berauschenden Melodienfantasien.
Bild: Manfred Miller

Eindrucksvolle Kombination von Akkordeon (Konstantin Ischenko) und Tuba (Fabian Heichele) beim Rathauskonzert

Sie gehört zu den tiefsten aller Bassinstrumente, kann drei bis sechs Ventile besitzen und wurde im Römischen Reich als Bezeichnung für Blasinstrumente verwendet: die Tuba. Im klassischen Orchester wird sie meist einfach, im Blasorchester vorwiegend zweifach eingesetzt. Weil er als Tubist mit seinem „Randgruppeninstrument“ nie als Solist eingesetzt wird und nur im Orchestergraben spielt, war es sein großer Wunsch, mit seinem Instrument einmal selbst auf der Bühne für ein Publikum zu spielen, erklärte scherzhaft Fabian Heichele, Tubist der Augsburger Philharmoniker.

In dem Akkordeonisten Konstantin Ischenko, der aus St. Petersburg kommt, fand er einen idealen Partner. Dieser zeigte sich, so Heichele, zunächst skeptisch, ob beide Instrumente auf musikalischer Ebene harmonierten. Nach nun schon langem Zusammenspiel und vielfachen erfolgreichen Auftritten zeigt sich, dass diese instrumentale Kombination beim Publikum gut ankommt.

Das Publikum zum Mitsingen animiert

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

So auch in Dinkelscherben beim Rathauskonzert. Schwungvoll setzte das Duo ein, im Wechselspiel wurden die Tonfolgen gemischt, Dissonanzen treffend eingesetzt und die Stakkatos lupenrein gespielt. Bekannte Melodien im Walzertakt, angereichert mit humoristischen musikalischen Einlagen, animierten das Publikum zum Mitsingen. Das Duo wartete mit einem umfangreichen Repertoire auf, das von der Klassik über zeitgenössische Musik bis hin zu Tango und Walzer reichte.

Dass ein Tubist über eine gehörige Portion an Atemvolumen verfügen muss, wurde bei der Interpretation der Stücke mehr als deutlich. Sowohl im Zusammenspiel als auch als Solist überzeugte Fabian Heichele mit einer außergewöhnlich ausgeprägten Atemtechnik, die eine physische Kraftanstrengung fordert. Die Sympathie des Publikums gewinnt er auch durch seine mit viel Witz und Humor vorgetragenen Erläuterungen zum Programm. Ihm stand Konstantin Ischenko in nichts nach. Große Begeisterung beim Publikum löste nicht nur sein äußerst sicheres und melodisch reifes Spiel, sondern auch seine Interpretationskunst aus, was bei den Solostücken auf eine eindrucksvolle Weise deutlich wurde. Was beide Musiker beherrschen, ist die Tatsache, die Tonfolgen rhythmisch so zu gestalten, dass sie sich zu berauschenden Melodienfantasien entwickeln.

Ein begeistertes Publikum entließ Akkordeonist und Tubist nicht ohne zwei Zugaben und der Erkenntnis, dass Akkordeon und Tuba durchaus ein erfolgreiches Zusammenspiel gelingt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren