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Meitingen-Ostendorf

11.10.2019

Sein Geschäft mit Jagdbekleidung  in Ostendorf boomt

Manuel Schramm hat 2010 den Pirschershop gegründet. Aktuell befinden sich Lager, Büro und Showroom im Meitinger Ortsteil Ostendorf. Dort ist auch Border Terrier Muckerl von Warnberg täglich anzutreffen. 
Bild: Steffi Brand

Plus Manuel Schramm liefert mit seinem Pirschershop von Ostendorf aus bis nach Russland und Spanien. Wie ihn nun der Brexit betrifft und warum er mehr Platz braucht.

Manuel Schramm ist auf der Jagd - und zwar sowohl in Jagdkluft in den Wäldern des Lechtals als auch unternehmerisch. Der 38-Jährige betreibt den Pirschershop sowie einen kleinen Showroom im Meitinger Ortsteil Ostendorf und feiert mit seinem Jagdfachhandel, in dem er Jagdbekleidung, Tarnkleidung, Jagdausrüstung sowie Schuhe und Stiefel vertreibt, nächstes Jahr sein zehnjähriges Firmenjubiläum. Warum er aktuell unternehmerisch auf der Jagd ist, weiß er genau: „Lager und Showroom sind zu klein geworden.“ Deswegen ist der Unternehmer aktuell (wieder) unternehmerisch auf der Jagd– nach mehr Flächen, um sein Unternehmen weiter ausbauen zu können.

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Die Idee dazu, dass es in Deutschland einen Bedarf an qualitativ hochwertiger Jagdbekleidung geben könnte, kam dem 38-Jährigen während seiner Zeit im Ausland. Schramm arbeitete beim Sportartikelhersteller Puma in Boston (Massachusetts), studierte im US-Bundesstaat Florida Wirtschaft und arbeitete bei einer Münchner Unternehmensberatung.

Jagdbekleidung im Camouflage-Stil nach Deutschland geschickt

Während seiner Zeit in den USA schickte er regelmäßig Jagdbekleidung im Camouflage-Stil in die Heimat. „Meine Eltern sind ebenfalls Jäger, doch in Deutschland gab es zu dieser Zeit vor allem Jagdbekleidung aus Loden“, erinnert sich Schramm. Diesen Wunsch der deutschen Jäger nach Bekleidung in Camouflage nahm Schramm zum Anlass, sich selbstständig zu machen.

Sein Geschäft mit Jagdbekleidung  in Ostendorf boomt

Offiziell gestartet hat Schramm sein Unternehmen im Jahr 2010 - mit tatkräftiger Unterstützung seiner Eltern, denen er dafür noch heute sehr dankbar ist. 5000 Euro Startkapital hat er damals in Jagdbekleidung aus den USA investiert, die er zunächst über Ebay verkauft hat. Damals dienten der Keller und die Garage seiner Eltern in Münster (Landkreis Donau-Ries) als Lager und Unternehmenssitz gleichermaßen. Drei Jahre später eröffnete Schramm sein erstes Ladengeschäft in Thierhaupten. Seit 2015 lautet die Adresse des Unternehmens nun: Brückenzollstraße im Meitinger Ortsteil Ostendorf. Die Lagerhalle ist 400 Quadratmeter groß. Ein kleiner Showroom, in dem Kunden die Jagdbekleidung probieren können und sich einen Eindruck des Materials verschaffen können, schließt sich an. Büroräume für durchschnittlich sechs Mitarbeiter sind ebenfalls dort zu finden.

Hochsaison für Jagdbekleidung zwischen Oktober und Dezember.

Mehr Personal braucht Schramm nur zeitweise. Die Hochsaison für Jagdbekleidung ist zwischen Oktober und Dezember. In diesem Zeitraum verschickt der Unternehmer monatlich etwa 5000 Pakete aus dem Lager, das nach dem IT-basierten Chaos-Prinzip funktioniert. Zum Vergleich: Zwischen Januar und Mai sind es nur etwa 1000 Pakete monatlich. Dies habe etwas mit dem Jäger-Kalender zu tun, verrät Schramm und ergänzt: „Unter Jägern heißt es: Am 1. Mai geht der Bock auf.“ Dann beginnt die Jagdsaison, die bis etwa Mitte Januar dauert.

Die Aufteilung der neuen Unternehmensfläche, die der 38-Jährige aktuell vergeblich sucht, soll sich auch weiterhin auf Lager, Büro und Laden erstrecken, wünscht sich Schramm. Nur die Lagerfläche sollte mit etwa 1000 Quadratmetern deutlich größer werden als bisher, schließlich strebt der Unternehmer für das Jahr 2020 die Internationalisierung an. Bereits 2015 gab es einen Testlauf. „Der UK-Shop lief gut“, verrät Schramm, doch der Brexit warf ihn zurück beziehungsweise lässt ihn aktuell im Unklaren darüber, wie es künftig um die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien bestellt sein wird.

Kunden aus Österreich, der Schweiz, oder Russland

Deswegen soll die Kundenanzahl, die aktuell bei 40000 liegt, zusätzlich in Österreich, der Schweiz, Russland, aber auch in Spanien, Frankreich und Italien wachsen. Einen Ausblick darauf, wo der Pirschershop zum 15-jährigen Jubiläum im Jahr 2025 stehen wird, kann Schramm durchaus geben, denn auch dann wird der 38-Jährige im besten Fall wieder auf der Jagd sein - nach abermals größeren Flächen im Lechtal, um die größere werdende Kundenschar auch weiterhin bedienen zu können. Aktuell liege Funktionsbekleidung im Trend. „Ich selbst wechsle jedes Jahr meine Jagdgarderobe, obwohl diese eigentlich viel länger halten würde“, verrät Schramm und erklärt schmunzelnd, dass er die Produkte, die er verkauft, schließlich auch selbst testen muss.

Auch neue Produktkategorien schließt der passionierte Jäger und Fischer, der mittlerweile in Westendorf wohnt, nicht aus. Erst kürzlich erweiterte der Jagdfachhandel sein Sortiment auf Produkte für Jagdhunde. Die Idee dazu lieferte im Übrigen mitunter Schramms treuer Gefährte, der Border Terrier Sir Muckerl von Warnberg, der nicht nur mit zur Jagd darf, sondern sich auch in Lager, Büro und Laden rundum wohl fühlt.

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