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Betreutes Wohnen

25.04.2019

So bleiben Senioren fit und im Takt

Sie sind hoch konzentriert bei der Sache: Johanna Groß, Ulrike Lossau und Angelika Jekic klatschen im Takt der Musik.
Bild: Karen Luible

Musikschule Stauden will auf ganz besondere Weise die Mobilität fördern und erhalten

Konzentriert sitzen Angelika Jekic und einige Fischacher Damen im Kreis. Gemeinsam tippen sie den Füßen mal nach rechts und mal nach links. In den Händen halten sie Klangstäbe, und alle sind im Takt. Viermal links, Mitte, viermal rechts. Und das Ganze dann im Kanon. Geprobt wird hier aber nicht für irgendwelche Auftritte im Fasching oder ein Konzert. Das Training hat einen ganz anderen Hintergrund. Es handelt sich um eine Gruppe der Seniorenrhythmik im betreuten Wohnen in Fischach in Aktion.

Es ist gar nicht so einfach, wie es aussieht. Die Teilnehmer müssen sich wirklich konzentrieren, sonst kommen alle aus dem Takt. Und es gibt noch einen weiteren, wesentlich wertvolleren Grund. „Es ist wichtig, mindestens zwei Dinge gleichzeitig zu machen“, erklärt die Leiterin. Denn: „So bleibt man auch beim Gehen sicherer.“ Diese Sicherheit, das Erhalten von Mobilität, ist der Schwerpunkt dieser Arbeit.

Doch auch für Johanna Groß, die musikalische Leiterin der Musikschule Stauden, ist es immer wieder ein Erlebnis, sich mit den Damen zu bewegen. Mobil zu sein ist für die junge Frau noch kein Thema, doch sie bewundert die Motivationsfähigkeit, die Einfühlsamkeit und den pädagogischen Einfallsreichtum von Angelika Jekic. Diese ist studierte Akkordeonistin und hat sich der generationenübergreifenden musikalischen Arbeit verschrieben.

Neben der Anleitung der Jüngsten hat Jekic in der Schweiz eine Senioren-Rhythmik-Ausbildung absolviert. Die Eidgenossen hätten schon vor geraumer Weile erkannt, dass Musik gemeinsam mit Bewegung die freudvollste Methode der Sturzprophylaxe ist. „Ich habe mein Leben lang gearbeitet und mich um andere gekümmert“, meint eine Kursteilnehmerin. Jetzt sei es Zeit, einmal an sich zu denken. „Man geht hier immer gut gelaunt raus“, bestätigt eine andere Teilnehmerin. Es sei schön, dass sich die Musikschule auch für Senioren öffnet, lautet der einhellige Tenor. Doch ab wann ist man eigentlich „Senior“? Im Gespräch wird schnell klar, dass dies eine schwammige Bezeichnung ist. Umfragen hätten schon Antworten ab 60 bis über 90 Jahren ergeben. Die Gruppe ist sich daher schnell einig, dass unter dem Begriff „Senior“ Menschen fallen, die Zeit haben, die sie sich er frei einteilen und nutzen kann. „Es ist schön, wenn man sich die Zeit nehmen kann“, bestätigt Ulrike Lossau strahlend. Auch ihr hat die Stunde sichtlich Vergnügen bereitet.

Für alle, die es sich auch diese wohltuende und gewinnbringende Zeit gönnen wollen, bietet die Musikschule Stauden im neuen Schuljahr zwei Schnupperstunden an.

Johanna Groß, Telefonnummer 08236/58126, E-Mail info@musikschule-stauden.de.

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