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11.04.2019

Warum mussten Bäume weg?

Anwohner beklagt Fällung am Gersthofer Nogentpark

Baumfrevel oder Schutzmaßnahme? In der Gersthofer Mendelssohnstraße wurden entlang des Nogentparks zehn Kirschbäume gefällt. Lediglich einer der Bäume, die im Frühling regelmäßig die Anwohner mit ihren üppigen Blüten erfreuten, blieb stehen.

„Warum mussten die Bäume fallen – sie standen doch in einem Randstreifen“, klagte ein Leser unserer Zeitung. Laut Bürgermeister Michael Wörle gibt es für den „Grundschnitt“ einen triftigen Grund: „Diese Kirschen waren kaputt und mussten aus Gründen der Standsicherheit umgemacht werden.“

Es soll jedoch nicht sofort Ersatz gepflanzt werden. „Im Bereich des Nogentparks ist relativ viel Schatten, es soll erst geprüft werden, ob ein direkter Ersatz wirklich sinnvoll ist oder sich andere Bäume und Pflanzen besser für den Standort eignen.“ Hier sieht der Bürgermeister eine Aufgabe für den Runden Tisch zum Umgang mit Grünflächen in der Stadt. Dieser wurde, wie berichtet, angeregt, als die Stadträte über einen Antrag der W.I.R.-Fraktion zur Pflanzung von Bienenwiesen diskutierten.

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Ohnehin sieht Wörle Gersthofen als gut aufgestellt, was das Grün innerhalb der Stadt und das Engagement der Stadt für Nachhaltigkeit betrifft. „Wir waren die erste Kommune in Deutschland, die sich der Organisation Plant for the Planet als Partner zur Verfügung gestellt hat“, betont er.

Kinder als Botschafter für ein nachhaltiges Leben – dieses Prinzip verfolgt die Stiftung Plant for the Planet. Das Ziel ist, möglichst viele Bäume zu pflanzen, die CO2 speichern, um damit den Klimawandel zu bremsen oder gar aufzuhalten. In den vergangenen beiden Jahren wurden in Zusammenarbeit mit dieser Organisation und unterstützt durch Sponsoren aus der Wirtschaft in Gersthofen Akademien abgehalten, in denen Kinder und Jugendliche zu Klimabotschaftern ausgebildet wurden. Außerdem wurden unter dem Logo Plant for the Planet Bäume gepflanzt.

Wörle betont allerdings: „Unser Beschluss damals war, das die Stadt der Pflanz-Organisation einen Rahmen schafft – die Finanzierung soll aber über Sponsoren laufen.“ Allerdings sei zu überlegen, ob die Stadt nicht im Zuge des 50. Stadtjubiläums eine weitere Akademie initiieren könne. (lig)

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