1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Watsch’n für Kinder sind nicht mehr angebracht

Watsch’n für Kinder sind nicht mehr angebracht

Watsch’n für Kinder sind nicht mehr angebracht
Kommentar Von Matthias Schalla
24.10.2019

Wer sich heute die alten Filme von Heinz Erhardt aus den 1950er Jahren anschaut, wird bei so mancher Szene wohl glauben, sich verhört zu haben.

„Wenn Du das nicht machst, hau ich Dich grün und blau“, sagt so manches Mal der genervte Papa mit erhobenen Zeigefinger seinem Filius und über eine Watschen regte sich damals niemand auf.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Auch die Reaktionen auf die Geldstrafe für eine Kundin, die einem Kind an der Kasse bei Ikea eine Ohrfeige verpasst hatte, weil es ihr die Zunge zeigte und die Waren vom Einkaufswagen schob, spiegeln den Zeitgeist dieser Jahre wieder. „Das hat uns damals nicht geschadet..., der Rotzlöffel hat es nicht anders verdient..., das kommt von der antiautoritären Erziehung...“, ist in den Kommentaren auf Facebook zu lesen. Ist das wahr? Greifen wir heute einfach nur viel zu selten hart durch?

Jeder hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit

Mit Sicherheit nicht. Jeder hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit. So steht es im Grundgesetz und dies gilt selbstverständlich auch für Kinder. Schläge sind lediglich Symptom der eigenen Hilflosigkeit. Wo Worte fehlen, sind Watsch’n nicht angebracht. Und was damals als „ganz normal“ bewertet wurde, muss heutzutage noch lange nicht richtig sein.

Hier geht es zu dem Artikel: Ohrfeige bei Ikea in Gersthofen erhitzt die Gemüter

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren