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Fischach

17.11.2019

Weihnachten mit Windlichtern und Wohlfühlhausschuhen

Effektvolle Windlichter aus Sternenfolie präsentierte Martin Uhl. 
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Effektvolle Windlichter aus Sternenfolie präsentierte Martin Uhl. 
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Hobbykünstler präsentieren in der Staudenlandhalle ihre Werke. Viele Aussteller sind seit Jahren in Fischach dabei, doch es gibt auch einige Premieren.

Der schlichten Staudenlandhalle fehlt zwar die heimelige Atmosphäre – dennoch zauberte der traditionelle Adventsbasar und Hobbykünstlermarkt mit einer reichen handwerklichen Angebotspalette, mit Ideenreichtum und dem Duft von gebrannten Mandeln auf dem Vorplatz auch heuer wieder ein bisschen Vorfreude auf das Weihnachtsfest.

Mehr als 100 Aussteller präsentierten ihre Kreativität. Das Angebot reichte von Walburga Vihls hochwertigen Klosterarbeiten über Anton Seelentags handgedrechselten Schreibgeräten und Brieföffnern bis hin zu Margit Violas mit Maschine gestrickter und liebevoll von Hand zusammengenähter Babykleidung. Barbara Benders faszinierende Bärenkinder, Puppenstuben und andere exklusive Miniaturen waren ebenfalls wieder zu bestaunen und natürlich auch zu kaufen.

Seine Bilder sollen nur Freude bereiten

Der Königsbrunner Öl- und Hinterglasmaler Peter Lehnert fasste seine Landschaften, Blumen, Tiere und Stillleben so zusammen: „Wenn ein Werk mit dem Gemütszustand eines Betrachters zusammentrifft und daraus Funken schlägt, dann ist es egal, ob es Kunst ist oder nicht.“ Es solle nur Freude bereiten. Der Erlös seiner verkauften Bilder kam hauptsächlich der Aufklärung der Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), einer nicht heilbaren Erkrankung des motorischen Nervensystems, und zur Unterstützung der pflegenden Angehörigen zugute.

Weihnachten mit Windlichtern und Wohlfühlhausschuhen

Dekoratives bot auch Carola Jirkovsky aus Thannhausen, überwiegend handgeschriebene Schrifttafeln auf Holz oder Leinwände mit Texten wie „Die Liebe der Familie ist das größte Glück im Leben“. Daneben warteten selbstgestaltete Filz- oder Türkränze sowie Filzrosen auf die Besucher.

Seit rund 20 Jahren beim Adventsbasar dabei

Was auffiel: Viele Aussteller kommen bereits seit vielen Jahren in die Staudenlandhalle. Mina und Eduard Brenner aus Entraching bieten beispielsweise seit rund 20 Jahren beim Adventsbasar ihre Holzschnitzereien an. „Uns gefallen die rege Atmosphäre, die vielen Gesprächsmöglichkeiten und das respektvolle Miteinander“, berichtete das Ehepaar. Heuer könnte es allerdings das letzte Mal gewesen sein. Das Alter, meinte Mina Brenner. „Mit 78 und 82 Jahren sind wir nicht mehr die Jüngsten.“

Die entspannte Stimmung unter den Ausstellern und den Besuchern gefiel auch Uschi Mader aus Zeisertshofen. Sie bestückte den Basar bereits zum sechsten Mal. Als Renner an ihrem Stand entpuppten sich die Wohlfühlhausschuhe. Diese, aber auch Socken, Handschuhe und Mützen entstehen, wie sie sagte, „nebenher beim Fernsehschauen“.

Zum vierten Mal war Uli Schiffelholz aus Waldkirch bei Glött dabei. Sie hielt Selbstgenähtes für groß und klein parat. Effektvolle Windlichter aus Sternenfolie gab es bei Martin Kuhn aus Ichenhausen. Sein Hobby habe es ihm so angetan, dass er nächtelang gestalte und ausprobiere, betonte er.

Occhiarbeiten: Eine besondere Handarbeitstechnik

Es gab beim Adventsbasar unter den Ausstellern aber auch Premieren. Zum ersten Mal unterbreitete Johanna Schach aus Dinkelscherben dem Publikum ihre Occhiarbeiten. „Das ist eine besondere Handarbeitstechnik, bei der mittels eines auf das Schiffchen aufgewickelten Fadens Spitzen hergestellt werden“, erklärte sie. Fast jeden zweiten Tag arbeite sie an ihren Werken. Für eine knapp handtellergroße, nicht enggesetzte Arbeit benötige sie über zwei Stunden.

Ebenfalls erstmals vertreten war Walter Willner. Er überraschte mit weihnachtlichen Ausstellungsgegenständen aus Holz. „Ich verbringe fast jede freie Minute beim Holzgestalten“, informierte er. Da könne er abschalten.

Aber auch die Besucher hatten an der Veranstaltung einmal mehr ihre Freude. „Ich komme mit meiner Freundin jedes Jahr gerne her, um Weihnachtsgeschenke einzukaufen oder auch mir selbst etwas zu gönnen“, erzählte Minna Diebold. „Uns gefällt das große unterschiedliche Angebot“, sagte das Ehepaar Ritter, das sich eigens von Augsburg aus in die Stauden aufmachte. „Hier passen Leistung, Preis und Qualität“, meinte Bernd Rogg und entschwand in Richtung Foyer, um sich mit Kaffee und Kuchen zu stärken.

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