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Bonstetten

05.04.2019

Wird in Bonstetten jetzt neuer Staub aufgewirbelt?

Im Sommer 2019 gab es Proteste von Anwohnern in Welden, weil dort Staub aufgewirbelt wurde. Viele Autofahrer hatten wegen der Staatsstraßen-Baustelle den Schleichweg zwischen Welden und Bonstetten benutzt. 

Ein Teil des Schleichwegs von Bonstetten nach Welden soll erneuert werden. Außerdem soll es mehr Geld für Senioren geben.

Im Sommer beschwerten sich Anwohner über den Schleichverkehr auf der Strecke: Viele Autofahrer benutzten den Weg durch den Wald zwischen Welden und Bonstetten, um die Staatsstraßen-Baustelle zu umgehen. Die Folge waren Staubwolken auf der Schotterpiste. Die will jetzt die Gemeinde Bonstetten zum Teil erneuern: Nämlich zwei Kilometer im Bereich der Gemeinde.

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Bonstettens Bürgermeister Anton Gleich präsentierte in der jüngsten Gemeinderatssitzung zwei Firmenangebote, die ein Umpflügen und Beschichten mit gebrochenem Kies vorsehen. Gleich machte dabei deutlich, wie unterschiedlich die Anforderungen der potenziellen Nutzer wie Auto- und Radfahrer sowie Landwirte ausfallen können: „Die einen mögen es fein gepresst, die anderen möglichst grob.“ Die Gemeinderäte befürworteten die Variante für rund 7500 Euro.

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Mehr Geld für Senioren

Die „Nachbarschaftshilfe“ in den fünf Holzwinkelgemeinden war erneut Thema im Gemeinderat. Neben der Betreuerin Ulrike Schipf soll ein interkommunaler Seniorenbeirat die Belange der älteren Jahrgänge zum Ziel haben. Bürgermeister Gleich hatte ein bereits bestehendes Gremium in Syrgenstein (Landkreis Dillingen) im Sinn, das als Vorbild dienen könnte: „Das funktioniert seit fünf Jahren.“ Pro beteiligter Kommune müsste mindestens ein Vertreter in den Beirat für eine Amtszeit von drei Jahren berufen werden. Der Zuschuss zum gemeindeübergreifenden Vorhaben würde für Bonstetten 1500 Euro betragen. Damit sollen etwa Ausflüge, Freizeitaktivitäten oder Info-Flyer finanziert werden. „Wir brauchen mehr Geld, das auch mehr Handlungsfreiheit schaffen kann“,sagte Gemeinderat Leo Kränzle. Er forderte den doppelten Betrag. „Eine große Summe“ meinte Gleich, der dagegen war. Schließlich würde Syrgenstein damit auskommen. Zweiter Bürgermeister Bernd Adam teilte die Ansicht und warnte, dass bei einem Aufstocken die anderen Kommunen ebenso mehr zahlen müssten. Einstimmig beschlossen wurde die Geschäftsordnung für den Beirat. Altenmünster, das als Zusamort mit dem Holzwinkel sonst gern gemeinsame Sache macht, hatte sich beim Aufkommen der Idee ausgeklinkt wegen eigener Ambitionen im Seniorendienst.

Neue Ausrüstung für die Feuerwehr

Rund 6000 Euro wurden ohne lange Diskussion für die Ausstattung in den Haushalt eingestellt. Mit ihnen bekommen die Brandschützer etwa Überjacken, Bundhosen, Jugendkleidung sowie sogenannte Bewegungslosmelder. Die Geräte, in der Industrie auch als „Totmannmelder“ bezeichnet, sollen bei einem besinnungslos gewordenen Helfer Alarm schlagen.

Bauhof und Geschwindigkeitsmessung 

Für Einsätze, zum Beispiel am Friedhof, soll es einen Spezialkipper geben. Kostenpunkt: rund 3000 Euro. Ums Geld geht es außerdem beim mit Mehrheit entschiedenen Kauf eines weiteren Tempomess-Systems für 2500 Euro. Solche Geräte mit Solarzellen hätten sich laut Bürgermeister Gleich „bestens bewährt“. Dem wollte sich Leo Kränzle nicht vollständig anschließen. Er dazu riet, solche Anlagen nur dort aufzustellen, wo auch wirklich schnell gefahren werde, etwa auf der Innerortsstraße.

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