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Gessertshausen-Döpshofen

17.12.2020

Woher die Zwischenfälle bei Döpshofens Wasserversorgung kommen

In Döpshofen hatte es in jüngster Zeit mehrere Wasserrohrbrüche gegeben. Nun erklärt die Bürgermeister die Hintergründe.
Bild: Richard Lechner (Symbolfoto)

Plus Mehrfach gab es in Döpshofen in letzter Zeit Wasserrohrbrüche. Nun erklärt Bürgermeister Jürgen Mögele die Hintergründe.

Auf der jüngsten Gemeinderatssitzung brachten Döpshofer Bürger scharfe Kritik an der aus ihrer Sicht unzureichenden Wasserversorgung des Ortsteils vor. In den vergangenen eineinhalb Jahren habe es sieben Wasserrohrbrüche gegeben, monierte einer von ihnen. Laut Bürgermeister Jürgen Mögele ( CSU) hätten die aufgetretenen Probleme aber nichts mit veralteter Technik zu tun. Das erklärte er nach der Sitzung. Vielmehr hat gerade auch modernste Technik damit zu tun.

Die Gemeinde habe in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro in eine Modernisierung der Wasserversorgung investiert. Ungefähr vier Millionen Euro seien dabei unter anderem für neue Leitungen geflossen, zudem habe die neue Wasseraufbereitungsanlage im Ortsteil Deubach 1,7 Millionen Euro gekostet. Mögele versichert, dass die Gemeinde an jeder Stelle modern hochgerüstet habe, an der es notwendig gewesen sei. "Die Technik ist auf dem neuesten Stand", ist er überzeugt.

Probleme werden im Rathaus ernst genommen

Dass es in letzter Zeit immer wieder wassertechnische Probleme in dem über Jahrzehnte davon verschont gebliebenen Döpshofen gegeben hat, möchte der Bürgermeister aber nicht herunterspielen. Er habe deshalb in den vergangenen Wochen mehrfach mit dem verantwortlichen Programmierer gesprochen. Dieser habe ihm erklärt, dass es gelegentlich elektrotechnisch bedingt zu viel Druck in den Leitungen gebe.

Man habe gemeinsam bereits gewisse Problemszenarien durchgespielt, dabei habe die Technik immer einwandfrei funktioniert. Allerdings könne es vorkommen, dass sich ein technischer Hebel nicht umlege, obwohl er es eigentlich müsste. Dadurch fließe teilweise zu viel Wasser durch die Leitungen. Verstärkt werde die Problematik durch eine unterschiedliche Anfertigung der Rohre. Die Durchmesser seien unterschiedlich, deshalb habe es an einer Stelle in Döpshofen innerhalb eines halben Jahres zwei Rohrbrüche gegeben, erklärt Mögele.

Unterschiedliche Rohrdurchmesser können schwierig sein

Im Allgemeinen sei man aber sehr stolz auf die "eigentlich sehr gute Wasserversorgung". Insgesamt gesehen gebe es auch nicht mehr Wasserrohrbrüche als in anderen Gemeinden. Das Rathaus sei nun dabei, die Schwierigkeiten in Döpshofen zu lösen, versichert Mögele. Jeder versuche "nach bestem Wissen und Gewissen" sein Möglichstes zu tun, um die Probleme in den Griff zu bekommen.

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