Bezirksliga Nord

19.10.2019

Selbst verschuldeter Tiefflug

Zuletzt stürzten Nemanja Ranitovic (gestreiftes Trikot) und der TSV Meitingen beim Aufsteiger FC Mertingen ab.
Bild: Kain Tautz

Individuelle Fehler bringen den TSV Meitingen immer wieder um den Ertrag

Der TSV Meitingen ist derzeit völlig von der Rolle. Seit vier Spieltagen warten die favorisierten Lechtaler in der Fußball-Bezirksliga Nord auf einen Sieg. Nur durch Unterstützung der Konkurrenz konnten die Schwarz-Weißen dennoch den Anschluss an die Tabellenspitze wahren. Doch das Polster ist verbraucht, und gegen den BC Adelzhausen (Sonntag, 15 Uhr) darf sich der TSV keinen Aussetzer mehr leisten.

Es scheint ein Saharasturm im schwarz-weißen Getriebe gewütet zu haben. Fehlpässe, mangelhafte Konzentration, Pech im Abschluss. „Wir bringen uns selbst auf die Verliererstraße“, resümiert Trainer Pavlos Mavros. Auch gegen den FC Mertingen hatten die Lechtaler in Hälfte eins alles unter Kontrolle, führten verdient mit 1:0. Doch in Durchgang zwei warfen sie alles über den Haufen. Individuelle Fehler schlichen sich ein, wie beim 1:1-Ausgleich durch einen Eckball, bei dem die gesamte Defensive um Torhüter Daniel Wagner nicht gut aussah. „In den letzten Wochen fehlt uns – auch wegen Krankheit – oftmals die Kraft und Konzentration zum Ende hin“, stellt der 47-Jährige fest.

Auch wenn sich der TSV Meitingen immer wieder an der 40-Punkte-Marke aufhängt, verlieren wollen die Lechtaler trotzdem nicht gerne. „Wir haben jetzt noch sechs Spiele und 18 Punkte bis zur Winterpause. Wir müssen an uns glauben, die Fehler abstellen und den Ball endlich mal wieder reinbekommen“, erklärt Mavros. Besonders die mangelhafte Chancenverwertung raubt den Lechtalern die letzten Nerven. Auch gegen den FC Mertingen wollte der Ball in der Schlussphase partout nicht über die Linie. „Das war wirklich Wahnsinn“, konnte es der 47-Jährige teilweise selbst nicht glauben. Es fehlen Lockerheit und Einfachheit im Meitinger Spiel. Und so gerne Mavros voller Überzeugung in das Spiel gegen den BC Adelzhausen gehen würde, kennt er die Probleme des TSV Meitingen. „Gegen Mannschaften von unten tun wir uns immer schwer. Gegen Adelzhausen müssen wir wieder höllisch aufbauen. Sie sind vorne brandgefährlich. Es bedarf einer konstanten Defensivleistung über 90 Minuten“, erwartet der Coach.

Personell hat nun die Stunde der jungen Spieler geschlagen. Weil René Heugel (muskuläre Probleme), Fabian Wolf (Sprunggelenk) und Nemanja Ranitovic (Knie) wohl ausfallen werden, rücken Youngsters aus der U23 wie Florian Sentpaul in den Kader. (vra)

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