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Augsburg

27.02.2014

Ab September kommen hier Babys zur Welt

Mit der bunten Fassade wird sich das neue Mutter-Kind-Zentrum (hier eine Animation) vom bestehenden Hauptgebäude des Klinikums – links im Bild – abheben. In dem Komplex, der aus zwei Würfeln besteht, werden die bislang baulich getrennten Bereiche der Geburtsklinik und der Kinderklinik zusammengeführt. Im Erdgeschoss wird eine Ambulanz entstehen.

Die Arbeiten am 43 Millionen Euro teuren Mutter-Kind-Zentrum gehen in den Endspurt. Baustellen gibt es aber auch im OP-Bereich und im Westen des Haupthauses

Augsburg Viel wird derzeit geredet über die Uniklinik und den langen Weg dorthin. Alles Zukunftsmusik. Dabei verändert sich schon heute jede Menge am Augsburger Klinikum. Für mehr als 400 Millionen Euro wird der 30 Jahre alte Komplex derzeit rundum erneuert, die ersten Baustellen sind bereits abgeschlossen. In diesem Jahr kommen weitere dazu. Die wohl wichtigste: das neue Mutter-Kind-Zentrum.

Die Arbeiten an dem 43 Millionen Euro teuren Komplex befinden sich im Endspurt. Der Grundstein war im September 2011 gelegt worden. Am letzten Juliwochenende soll nun die Eröffnung sein: mit einem offiziellen Festakt, einem Wissenschaftstag für Mediziner und dem großen Sommerfest für die Bevölkerung. Bis die ersten Babys in dem Neubau zur Welt kommen, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen.

Im September, so schätzt Klaus Beekmann, Leiter des Gebäude-Managements am Klinikum, geht das Mutter-Kind-Zentrum in Betrieb. Zuvor müssen noch Funktionstest erfolgen und die Abläufe eingespielt werden. Außerdem ist eine offizielle Abnahme nötig. Den Bauherren kommt entgegen, dass diese Phase auf die Sommermonate fällt. „Da ist in der Regel die Auslastung durch Patienten schwächer“, erklärt Beekmann, „das macht es einfacher.“

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Derzeit ist das Gebäude direkt neben dem Haupteingang des Klinikums noch eingerüstet. Es soll sich später mit seiner bunten Fassadengestaltung vom Haupthaus abheben. Boden, Decken und Wände sind soweit fertig. Die Malerarbeiten haben begonnen. Installationen, Medizintechnik und Möblierung folgen in den nächsten Wochen. Im April werden auch die Außenanlagen in Angriff genommen, damit die Besucher im Juli ein zumindest baulich fertiges Zentrum vorfinden.

Bis dahin bleibt alles beim Alten und die beiden Bereiche – Kinderklinik und Geburtskrankenhaus – an unterschiedlichen Orten: Der Bereich für die kleinen Patienten befindet sich in einem separaten Komplex an der Neusässer Straße. Was mit diesem Gebäude nach dem Umzug ins Mutter-Kind-Zentrum passiert, ist laut Beekmann noch nicht abschließend geklärt. Das fünfstöckige Bettenhaus und der Querbau sind in die Jahre gekommen. Letzterer soll aber weiter genutzt werden. Unter anderem wird sich hier das Helmholtz-Zentrum einmieten.

Die Geburtsklinik befindet sich bis zur Fertigstellung im großen Hauptgebäude. Hier kommen jährlich rund 1600 Babys zur Welt. Das Klinikum war damit nach dem Josefinum mit fast 2800 Kindern das zweitgrößte Geburtskrankenhaus der Region.

Gewerkelt wird aber nicht nur am Mutter-Kind-Zentrum: Derzeit laufen die Vorarbeiten für den Anbau-West – ein 100-Millionen-Projekt. Hier soll später die Intensivmedizin einziehen. Derzeit wird das Baufeld geräumt, Ende 2014 soll mit dem Rohbau begonnen werden.

Die ersten Eingriffe finden 2015 statt

Auch im Inneren des Haupthauses gibt es Baustellen: Nachdem der erste OP-Trakt im vergangenen Jahr fertiggestellt wurde, ist nun der zweite Abschnitt dran. Der Bereich ist bereits vollständig entkernt. In der zweiten Jahreshälfte 2015 sollen hier die ersten Eingriffe vorgenommen werden. Das Klinikum verfügt dann über insgesamt 24 neue OP-Säle.

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