Newsticker

Steigende Infektionszahlen: Bundesregierung spricht für ganz Belgien eine Reisewarnung aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Abbruchviertel soll ein schmucker Wohnpark werden

Ladehöfe in Augsburg

21.07.2010

Abbruchviertel soll ein schmucker Wohnpark werden

Die Ladehöfe nahe des Augsburger Hauptbahnhofs.
Bild: Fabian Schweyher

Noch gleicht es Niemandsland: die Ladehöfe. Doch jetzt gibt es ein neues Konzept für die Nutzung der ehemaligen Bahnflächen am Augsburger Hauptbahnhof. Von Miriam Zissler

Noch ist es ein Areal, das dem Niemandsland gleicht: die Ladehöfe. Doch jetzt gibt es ein neues Konzept für die Nutzung der ehemaligen Bahnflächen am Hauptbahnhof.

Verlassene Speicher, baufällige Bunker, das war einmal in Hamburg. Dort, wo jahrelang backsteinfarbene Gemäuer brachlagen, blüht heute ein neues Viertel, die Hafencity. Auch Augsburg hat ein Areal, das dem Niemandsland gleicht: die Ladehöfe. Ideen für die Nutzung der ehemaligen Bahnflächen am Hauptbahnhof gab es in der Vergangenheit genug.

Jetzt nehmen die neuesten Planungen an Fahrt auf: Gestern informierte die einstige Bahn-Tochter Aurelis über das Konzept für die ehemaligen Ladehöfe. Ein Konzept, das jetzt einen Namen hat. "Von nun an wird über den Beethovenpark gesprochen", betonte Holger Adam, Mitarbeiter in der Projektentwicklung bei Aurelis.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Er wird heute die Bauausschusssitzung besuchen. Dort soll die Bauleitplanung einen Schritt weiter gebracht werden. Ein wichtiger Baustein im Zeitplan von Aurelis. Adam: "Wenn es nach uns geht, könnten 2012 die ersten Wohnungen bezugsfertig sein." Büros, Praxen, Apartments aber auch Flächen für die Nahversorgung und Gastronomie sind vorgesehen.

Bis 2006 war das Areal für "Europolis" reserviert

Noch vor ein paar Jahren schlug die Stadt einen anderen Weg ein. Nach einem Architektenwettbewerb, der 2001 und 2002 lief, kam der Schweizer Entwickler Marazzi auf die Idee, auf dem Gelände "Europolis" zu bauen: eine Multifunktionshalle samt Eisstadion mit Fitness- und Wellnessbereich und einem Sport-College für den Eishockeynachwuchs. Die Idee war, eine Stadt in der Stadt zu schaffen. Es waren Büros, Wohnungen und ein kleines Einkaufszentrum vorgesehen. Das Projekt kam aber nicht voran. 2006 war es gestorben.

Der Stadtrat einigte sich auf einen Umbau des Curt-Frenzel-Stadions - die Grundlage für den Neubau einer Eisarena war hinfällig. Wieder verstrich Zeit, die ungenutzten Ladehöfe verfielen zusehends, Autos nutzten die Verbindung zwischen Halder- und Hermanstraße und Bahnhof weiter als Schleichweg.

Nun soll wieder alles anders werden. Jetzt ist Aurelis am Zug. Dem Immobilienunternehmen gehört das Gelände. Es will bis zum endgültigen Beschluss des Stadtrats am Konzept feilen. In welchem Stil schließlich das neue Quartier Beethovenpark gebaut wird, entscheiden letztlich aber der oder die Investoren, die noch gefunden werden müssen.

Die Gesamtfläche von 90 000 Quadratmetern hat Aurelis in drei Teilbereiche aufgeteilt: Andante, Allegro, Vivo. 1000 Menschen sollen in den beiden Wohnbereichen Andante und Allegro - von den äußeren Ladehöfen nahe der Gögginger Brücke bis zur Bismarckbrücke - leben. Büros, Einzelhandel und Geschäfte der Nahversorgung sind hier vorgesehen.

Wichtig ist Holger Adam der geplante 900 Meter lange Grüngürtel, die privaten Gärten und Hinterhöfe, die aus dem Areal wirklich einen Park machen sollen. Adam: "Die Parkplätze der Wohnungen sollen deshalb in Tiefgaragen verlegt werden."

Flächen für Büros und Dienstleistungen sind im Bereich Vivo vorgesehen - der frühere Innere Ladehof, der an das Bahnhofsgebäude grenzt. Ein positiver Nebeneffekt ist laut Adam, dass nach den Planungen der Schleichweg zwischen Bahnhof und Hermanstraße später als offizielle Entlastungsstraße dienen könnte. Von Miriam Zissler

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren