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Am Bahnhof droht eine verfahrene Lage

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Kommentar Von Stefan Krog
15.05.2019

Es scheint immer absehbarer, dass 2023 mit der Eröffnung des Bahnhofstunnels eine Blamage droht und keine Tramlinie durchfahren kann, kommentiert Stefan Krog.

Die sich abzeichnenden Verzögerungen beim Bau der Tramtrasse westlich des Bahnhofstunnels scheinen einen Rattenschwanz an Problemen nach sich zu ziehen: Solange nicht klar ist, wie die Straßenbahn durch Rosenau- oder Hörbrotstraße fährt, scheint es schwierig, auf dem westlichsten Zipfel des neuen Bahnhofsvorplatzes zum Thelottviertel hin Gleise zu verlegen. Denn natürlich müssen Anschlüsse und Kurvenradien passen. Und solange das unklar ist, können auch keine Pflasterarbeiten erfolgen.

Es scheint immer absehbarer, dass 2023 mit der Eröffnung des Bahnhofstunnels eine Blamage droht und keine Tramlinie durchfahren kann. Die Linien 4 und 6 würden, weil sie dort wenden, immerhin dafür sorgen, dass die unterirdische Haltestelle in Betrieb ist und Bahn-Fahrgäste den kurzen Weg zum Stadtverkehr haben. Doch ohne durchgehende Linien ist die 230-Millionen-Euro-Investition Bahnhofstunnel kaum zu rechtfertigen.

Über kurz oder lang wird sich eine Lösung finden. Um aber schon 2023 durchfahrbarbereit zu sein, bliebe den Stadtwerken als Notnagel möglicherweise, provisorisch zwei Gleise in der südlichen Rosenaustraße zu verlegen. Dafür gibt es eine Genehmigung, auch wenn klar ist, dass das keine Dauerlösung sein könnte. Die Kreuzung Rosenau-/Pferseer Straße würde vielleicht eine dort abbiegende Linie 3 verkraften. Kommt aber noch die Linie 5 dazu, ist ein Chaos an der Kreuzung zu befürchten.

Und sollten die Stadtwerke dieser Lösung ernsthaft nahetreten wollen, ist auch etwas anderes klar: Liegen in der Rosenaustraße erst einmal zwei Gleise, wäre eine Trasse durch die Hörbrotstraße, wie sie ein Teil der dortigen Anlieger strikt ablehnt, schwieriger durchzusetzen. Die Lage ist im Wortsinn verfahren.

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15.05.2019

Ich Frage mich ob nicht eine Seilbahn, möglich wäre denn auf der Ackermann Straße ist zwar wenig Platz aber es stehen auch nicht viele Häuser in die man hinein schauen könnte weshalb die Trasse oft sehr hoch verlaufen muss.

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