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Auch Prävention hilft gegen illegale Graffiti

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Kommentar Von Michael Hörmann
09.10.2019

Es war höchste Zeit, dass die Stadt die Belange von Hausbesitzern stärker gewichtet. Doch damit ist es nicht getan.

Illegale Graffiti sind Sachbeschädigung. Da mag ein aufgesprühtes Motiv noch so schön sein. Wer illegal Graffiti sprüht, begeht eine Straftat. Es entstehen Schadensersatzansprüche. Da hilft es wenig, dass sich die Sprayer oft selbst nicht als Randalierer sehen, sondern als Künstler. Doch Toleranz führt hier nicht zum Ziel.

Mit den Folgen der Wandschmierereien haben vor allem die Hausbesitzer zu kämpfen. Es geht ins Geld, wenn sie die angerichteten Schäden beseitigen lassen. Insofern ist es nun ein überfälliger Schritt, dass die Stadt Augsburg die Belange von Immobilienbesitzern in der Diskussion um unerlaubte Graffiti stärker gewichtet. Die in Aussicht gestellte finanzielle Unterstützung bei der Beseitigung von Schäden ist eine gute Entscheidung. Sie wird das Problem der Graffiti allerdings nicht lösen.

Prävention bleibt weiterhin ein wesentlicher Baustein im Konzept, um gegen illegale Schmierereien vorzugehen. Es geht darum, jugendliche Sprayer darüber aufzuklären, welche Folgen ihr unerlaubtes Tun für sie haben kann. Wer erwischt wird, muss für den entstandenen Schaden aufkommen. Schlimmstenfalls droht eine Gefängnisstrafe.

Prävention findet teils im Schulunterricht statt. Wenn es hier künftig um Aufklärung geht, sollten auch die Aussagen des Augsburger Immobilienbesitzers und Malermeisters Christoph Bergmiller Gehör finden. Dass die Substanz von Gebäuden angegriffen werden kann, lässt – unabhängig vom optischen Eindruck – kein unerlaubtes Graffiti schön erscheinen.

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09.10.2019

Ob der erhobene Zeigefinger hilft?
Die beste und kostengünstigste Prävention ist wohl eine Videoüberwachung mit versteckter Kamera. Die Schmierfinken fühlen sich sicher, weil das Risiko, erwischt zu werden sehr gering ist. Dabei muss die Aufnahme nicht einmal als Beweismaterial dienen, es reicht schon, die Sprüher auf frischer Tat zu ertappen. Rein juristisch gesehen dürfte aber dann nur die Polizei solche Aufnahmen im öffentlichen Raum machen und keine Privatpersonen.

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