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Augsburg-Stadt
08.11.2015

Jetzt sind die Radel-Rowdys dran

Fahrradfahrer, die sich in Lechhausen ihren Weg über den Gehsteig bahnen und Fußgänger in Bedrängnis bringen, wollen die städtischen Überwachungskräfte nun verstärkt ins Visier nehmen.
Foto: Annette Zoepf

Wie Stadt und Überwacher auf die Erkenntnisse vom Sag’s der AZ beim Lechhauser Marktsonntag reagieren. Warum mancher Vorschlag schwer zu realisieren ist.

Von Peter Köhler

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08.11.2015

»Sie beklagen, dass viele Radler mit hohem Tempo über den Gehweg fahren und dabei immer wieder Fußgänger gefährden.«

Und jetzt frage man sich mal: Warum zum Geier fahren die da ständig? Was ist ihr Motiv, nicht die Fahrbahn zu benutzen? Ich will dieses Verhalten keineswegs verteidigen. Aber man sollte sich wirklich mal die Frage nach dem Hintergrund stellen. Vielleicht kommen dann noch ganz andere Probleme wie die sprichwörtlichen Leichen im Keller zum Vorschein.

»Dabei sollen die Kräfte ein besonderes Augenmerk auf Radel-Rowdys richten.«

Und was ist hieraus geworden:

»Immer wieder beklagten Besucher Verstöße von Autofahrern und Radlern gleichermaßen. In der Neuburger Straße, wo auf dem östlichen Radweg parkende Autofahrer die Türen öffnen, ohne auf den von hinten herannahenden Radverkehr zu achten. Die Folge: Radler müssen auf die meist stark befahrene Autospur ausweichen und riskieren dabei Unfälle.«

Scheint ja nicht viel zu bringen, was bisher dagegen unternommen wird. Ich frage mich daher in dem Zusammenhang schon, warum man in der Überschrift mal wieder ostentativ nur auf eine Gruppe eingeht und warum auch das Ordnungsamt bei den einen angeblich eine besondere Notwendigkeit zu reagieren sieht, bei den anderen aber angeblich nicht. So liest sich das nämlich, wenn wieder nur auf die einen gezeigt werden soll. Im Artikel stehts ja eigentlich drin, dass da keiner auf den anderen zeigen braucht. Warum soll dann ausgerechnet das Ordnungsamt im Speziellen damit anfangen, schwarze Peter zu verteilen? Mir würde es tatsächlich schon langen, wenn die Leute vom OA mehr Personal bekämen und insgesamt einfach den Kontrolldruck erhöhen würden.

»Mit der Radwegverbindung in die Hammerschmiede sind Helga Lehmann und Hans-Jürgen Obst grundsätzlich zufrieden. Allerdings seien an der Kreuzung Neuburger-/ Hans-Böckler-Straße die Markierungen für Radler sowie das Warnschild für Autos total verwittert und kaum sichtbar. Daher komme es öfter zu gefährlichen Situationen.«

Schon putzig... Da ist ein Radweg, und man braucht trotzdem noch ein Warnschild? Ein Warnschild ist immer das Eingeständnis, dass jemand bei der Verkehrsplanung versagt hat.

»Man werde an dieser Stelle die Markierung und Beschilderung überprüfen und gegebenenfalls erneuern.«

Um das darunterliegende Problem zu beseitigen, wird es aber etwas mehr bedürfen, als ein paar neuer Schilder und eines bisschen Farbe.

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