1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Bomben bleiben eine ständige Gefahr

Bomben bleiben eine ständige Gefahr

Hörmann.jpg
Kommentar Von Michael Hörmann
20.08.2018

Sollte die Stadt Kanäle und andere Grundstücke vorsichtshalber auf Blindgänger untersuchen? Dieser Antrag beschäftigt derzeit die Stadt. Macht er auch Sinn?

Dass von Fliegerbomben auch heute noch eine Gefahr ausgehen kann, ist unbestritten. Sorglosigkeit im Umgang mit den Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkriegs ist daher fehl am Platz – gerade in einer Stadt wie Augsburg, die zum Ziel vieler Angriffe der Alliierten geworden ist. Es gibt daher klar formulierte Anforderungen, wie zur Bebauung vorgesehene Grundstücke auf Blindgänger untersucht werden müssen. Dies dient zum Schutz aller; derjenigen, die dort leben wollen, aber auch derjenigen, die auf der Baustelle zunächst einmal arbeiten werden.

Solange die im Erdreich versteckten Bomben nicht bewegt werden, besteht kein Anlass zur Beunruhigung. Wenn nun die Freien Wähler in einem Antrag vor Beginn von anstehenden Bauarbeiten eine umfangreiche Untersuchung der Industriekanäle auf Kampfmittel im gesamten Stadtgebiet fordern, klingt dies womöglich zunächst nach blindem Aktionismus. Andererseits weisen die Freien Wähler womöglich direkt auf eine Schwachstelle im laufenden System hin.

Es muss die Aufgabe der Verantwortlichen im Rathaus sein, die angesprochenen Punkte differenziert zu untersuchen. Da mag eine Rolle spielen, mit welchen Kosten letztlich solche Untersuchungen verbunden sind und wer darüber entscheidet, wann überhaupt eine solche Untersuchung einzuleiten ist. Auf die leichte Schulter darf das Thema nicht genommen werden. Es könnte um Leben und Tod gehen.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Schüler Demo
Augsburg

Schüler stellen Forderungen – und drohen der Stadt mit Streik

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser Morgen-Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen