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17.06.2009

Botschafter des guten Geschmacks liebt Groucho Marx

Am Kabarettisten Günter Grünwald scheiden sich die Geister. Der Spötter aus Ingolstadt liebt die deutliche Sprache. Das hat ihm bei seiner Nummer über Frauenhäuser vor einigen Jahren den Protest der Städtischen Frauenbeauftragten Augsburgs eingebracht. Beeindruckt zeigte sich Grünwald davon nicht. Jetzt kommt er in die Bobinger Singoldhalle und am 24. Juni ins Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Haus. Wir sprachen mit ihm über sein Programm.

Sie nennen sich Botschafter des guten Geschmacks. Was heißt das?

Grünwald: Das heißt fast gar nichts, das war nur mal ein Programmtitel, der richtig gut war, da ich ständig gefragt werde, was das bedeutet.

Stimmt es, dass Ihre Vorbilder Karl Valentin und Gerhard Polt sind?

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Grünwald: Und auch noch W.C. Fields und vor allem Groucho Marx.

Sie lieben derbe Ausdrücke und harte Vergleiche. Wollen Sie die Leute nur unterhalten, vielleicht schockieren oder soll es mehr sein?

Grünwald: Wenn ich Leute mit Kraftausdrücken schockieren kann, was machen die dann, wenn sie die Nachrichten sehen? Hüpfen die dann aus dem Fenster?

Vor was hat ein Komiker Angst, wenn er auf die Bühne geht?

Grünwald: Davor, dass er den Text vergisst.

Gibt es Gags, die nur regional ankommen?

Grünwald: Ich versuche meine Gags so anzulegen, dass sie überall verstanden werden.

Sie waren mal Getränkeausfahrer, heute sind sie Kabarettist. Was ist lustiger?

Grünwald: Das kommt auf die Getränke an.

Würden Sie ihre Kinder in Ihr Programm gehen lassen?

Grünwald: Meine Kinder, außer der Zweijährigen, sehen alle meine Programme.

Haben Sie manchmal Probleme mit Frauenbeauftragten bei Sprüchen wie "Frauen muss man in die Frauenhäuser reinprügeln"?

Gründwald: Nicht dass ich wüsste.

Ihr neues Programm heißt "Gestern war heute morgen" ? Um was geht es denn?

Grünwald: In diesem Programm kommen bearbeitete Nummern von früher und nagelneue Nummern vor.

Sie sind ja viel im Fernsehen zu sehen, warum gehen Sie trotzdem noch auf Tournee?

Grünwald: Weil es höllisch Spaß macht und zum Geld verdienen. Optimaler geht's doch nicht, oder?

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