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19.05.2010

Der Edmund gibt humoristisch am meisten her

Bei der wöchentlichen Sendung "quer" im Bayerischen Fernsehen ist der Kabarettist Wolfgang Krebs als Double von Edmund Stoiber, Günther Beckstein und Horst Seehofer Dauergast. Jetzt kommt er in die Mühle. Wir sprachen mit ihm über Ministerpräsidenten und deren Eigenheiten.

Wer ist Ihnen denn der liebste bayerische Ministerpräsident?

Wolfgang Krebs: Edmund Stoiber, weil er humoristisch so viel hergibt und jetzt, da er nicht mehr im Amt ist, am meisten aus der Hüfte schießen kann.

Was unterscheidet Edmund Stoiber von Günther Beckstein und Günther Beckstein von Horst Seehofer?

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Wolfgang Krebs: Stoiber ist detailverliebt, Beckstein eher versöhnlich und Horst Seehofer ein machtbewusster Löwe.

Haben Sie diese Politiker eigentlich auch persönlich kennengelernt?

Wolfgang Krebs: Ja, alle drei habe ich persönlich kennengelernt. Sie waren oft in der Sendung "quer" im Bayerischen Fernsehen eingeladen, in der ich seit mittlerweile sechs Jahren in der Schlussnummer auftrete. Alle drei sind im persönlichen Umgang sehr nett.

"Ja, mir kennan!" heißt Ihr neues Programm. Um was geht es?

Wolfgang Krebs: Edmund Stoiber stolpert dabei in ein Rhetorikseminar. Ausgerechnet er erläutert gemeinsam mit und gegen Beckstein und Seehofer, wie man "auf dem glatten Plakat der internationalen Duplomatie immer eine gute Figur redet".

Reicht es eigentlich, eine Perücke aufzusetzen und den Tonfall zu verändern, um eine bekannte Figur zielsicher zu parodieren. Oder gehört mehr dazu?

Wolfgang Krebs: Im Prinzip ist das schon Mal ein guter Anfang. Aber ich habe mir zum Ziel gesetzt, die bayerische Politik inhaltlich noch aufzuarbeiten und regelmäßig mein Programm zu aktualisieren. Da muss man ständig dran bleiben.

Sie geben den Stoiber, Beckstein, Seehofer in Theatern, aber auch bei Firmenfeiern. Sind das immer dieselben Vorstellungen, oder geht es beim Betriebsfest heftiger zu?

Wolfgang Krebs: Das sind meistens hochklassige Events (Burdas 70. Geburtstag, 25 Jahre Bayerische Landeszentrale für Neue Medien, Zahnärztekongress). Dabei gehe ich sehr genau auf die Themen des Veranstalters und der Veranstaltung ein. Hier habe ich mir mittlerweile einen guten Namen gemacht, denn so viel Mühe nimmt kein Kollege auf sich.

Was fällt Ihnen zu Augsburg ein?

Wolfgang Krebs: Eine schöne Stadt und Themen wie Fugger, Silberschmiede und Fußball.

Sie leben in Kaufbeuren und nicht in München. Warum eigentlich?

Wolfgang Krebs: Weil das Allgäu eine der schönsten Regionen der Welt ist, und ich mich in Schwaben sehr wohl fühle. Ich bin froh, wenn ich den Rummel der Landeshauptstadt wieder hinter mir lassen kann.

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