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20.07.2010

Ein Physiker, der Schichten stapelt

Er hat 2009 die beste Doktorarbeit in Physik an der Uni Augsburg abgeliefert. Jetzt erhält Stefan Paetel dafür die höchstdotierte Auszeichnung, die an der Uni vergeben wird: den mit 15 000 Euro dotierten Erich Krautz-Preis.

Die Augsburger Universitätsstiftung und das Institut für Physik würdigen mit dieser Auszeichnung Paetels "Aufsehen erregende Leistungen zur Erforschung zweidimensionaler Elektronensysteme in oxidischen Heterostrukturen". Konkret ist es Paetel in seiner Dissertation gelungen, mit atomarer Präzision Schichten aus Isolatoren so zu stapeln, dass an der Grenzfläche leitfähige, zweidimensionale Elektronensysteme mit neuen elektronischen Eigenschaften entstehen.

Er konnte diese Systeme strukturieren, ihre Eigenschaften messen und damit entscheidende Fortschritte beim Verständnis der Funktion der neuen Elektronensysteme erzielen.

Seine Forschungsarbeiten finden auf internationaler Ebene große Beachtung und haben zu mehreren Publikationen in den renommierten Journalen "Science", "Nature" und "Nature Materials" geführt. Stefan Paetel hat von 1999 bis 2004 an der Uni Augsburg Physik studiert. Bis 2008 fertigte er als Wissenschaftlicher Angestellter am Lehrstuhl für Experimentalphysik VI (Prof. Jochen Mannhart) seine Doktorarbeit mit dem Titel "Study of Interface Properties in LaAlO3/SrTiO3 Heterostructures" an. Seit Oktober 2009 arbeitet er am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) in Stuttgart. Dort erforscht er Möglichkeiten der Optimierung von Solarzellen. (eva)

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