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Street Art

17.03.2012

Gesellschaftskritik im Jugendstil

Wie ein Labyrinth ist die Ausstellung „In Your Face!“ im Augsburger Kesselhaus aufgebaut. Künstler aus mehreren Ländern stellen dort noch bis Sonntag ihre Werke aus.
Bild: Michael Hochgemuth

Im Kesselhaus zeigen mehr als 30 Künstler ihre Werke. Am Sonntag werden einige der Bilder verschenkt

Gedanken werden nicht mehr im Gehirn gespeichert, sondern mit einer Kamera festgehalten. Das prangert Bernhard Sacha aus Ansbach an. Er hat mit Spraydosen und Schablonen Kunstwerke von Menschen geschaffen, die mit einer Kamera bewaffnet sind. Sacha alias „UPal“ ist einer der mehr als 30 Künstler, die derzeit im Augsburger Kesselhaus im Rahmen des Musik- und Kunstfestivals „In Your Face!“ ihre Werke ausstellen. Hunderte von Bildern, Fotografien und Installationen sind noch bis Sonntag in dem alten Industriegebäude hinter der Rockfabrik zu sehen.

„Viele der Künstler setzen sich kritisch mit gesellschaftlichen Themen auseinander“, erklärt Marco Hühn, selbst Künstler und Veranstalter der Ausstellung. Von der Vernissage des erstmals stattfindenden Festivals ist er begeistert: Hunderte Besucher, junge und ältere, kamen am Donnerstagabend ins Kesselhaus.

Hühn hat seine eigenen Werke im Keller zwischen alten Kesseln und Rohren arrangiert. Kapitalismuskritik, Nonkonformismus und Sozialkritik sind seine Themen, künstlerisch umgesetzt mit verschiedenen Materialien wie Holz und Blech.

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Vom Hip-Hop beeinflusst sind hingegen die Bilder von Mike Russell aus Augsburg. Als eine Mischung aus Dadaismus,Pop Art und Street Art bezeichnet er sie selbst. Er verbindet verschiedene Themen und Nachrichten der Welt und setzt sie mit Graffiti um. Die Spraykunst beherrscht viele der ausgestellten Werke: Schriftzüge in allen Formen setzen sich zu Bildern zusammen und bringen damit die „Kunst der Straße“ ins Kesselhaus. Diese Kunst muss übrigens nicht teuer sein: Unter dem Motto „Free Art“ werden am Sonntag im Laufe des Tages einige Werke verschenkt. (dmai)

Öffnungszeiten Die Ausstellung ist am Samstag von 15 bis 22 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Am Samstag um 14 Uhr gestalten alle Künstler ein Gesamtkunstwerk.

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