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01.07.2010

Grummeln bei den Worten des berühmten Gastes

Für ein Gruppenfoto mit den Turniersiegern der dritten Klassen aus der Franz-von-Assisi-Schule war Renate Lingor sofort zu haben. Fotos: Vanessa Duldner
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Für ein Gruppenfoto mit den Turniersiegern der dritten Klassen aus der Franz-von-Assisi-Schule war Renate Lingor sofort zu haben. Fotos: Vanessa Duldner

Haunstetten Über prominenten Besuch durften sich die Mädchen und Jungen der Franz-von-Assisi-Schule freuen: Renate Lingor, zweifache Fußballweltmeisterin und Botschafterin der Frauenfußball-WM 2011, fand sich bei den Bundesjugendspielen in der Sportanlage Haunstetten ein.

Nicht nur für die Demonstration ihrer Künste am Ball bekam die Sportlerin "Hipp, Hipp, Hurra"- Rufe der Schüler zu hören: Bereitwillig beantwortete sie Fragen wie "Stimmt es, dass Fußballspieler so viel Nutella essen, wie in der Werbung gesagt wird?" ("Ja, wir Fußballer essen beim gemeinsamen Frühstück vor wichtigen Spielen oft Nutella.") und plauderte aus dem Nähkästchen: Im Freundebuch ihrer Nichte lautet deren Antwort auf die Frage, von wem sie Fan sei "Tante Renate", erzählt sie nicht ohne Stolz. "Tante Renate" kommt auch bei den Schülerinnen und Schülern gut an: "Ihre Offenheit ist total sympathisch. Toll, dass sie sich so viel Zeit genommen hat", findet die 13-jährige Natalie, die mit ihren Schulkameraden Magdalena, Jakob und Ferdinand das Interview führte.

Nur bei Lingors Plädoyer "Seid nett zu Euren Geschwistern" wurde in der Menge stellenweise ein Grummeln laut. Daraufhin erklärte die Fußballerin, sie sei ohne ihren Bruder womöglich nie mit dem Ballsport in Berührung gekommen. Als Kind habe sie ihm häufig beim Training zugesehen, bis der Übungsleiter dazu aufforderte "die Kleine doch auch mal spielen zu lassen". Wer die Erfolge der studierten Sportwissenschaftlerin als Bundesliga- und Nationalmannschaftsspielerin überblickt, wird diesen Appell ebenfalls für genial befinden.

Während Renate Lingor fleißig Fußballtrikots und Deutschlandfahnen signierte, bewiesen die Schülerinnen und Schüler in den Disziplinen Weitwurf, Weitsprung sowie Kurz- und Langstreckenlauf ihr sportliches Können. Der Spaß steht jedoch im Vordergrund: "Dabei sein ist alles" findet zumindest der achtjährige Jakob.

Grummeln bei den Worten des berühmten Gastes

Unter diesem Motto stand auch die "Nonsensolympiade" für die ersten und zweiten Klassen mit Sackhüpfen und Eierlauf. Die Bundesjugendspiele sind schließlich nur für Dritt- bis Achtklässler reserviert. "Die Schüler haben ihre Freude daran, sich aneinander und im Lehrer-Schüler-Fußballturnier zu messen. Unser berühmter Gast liefert sicherlich einen zusätzlichen Ansporn", sagte Birgit Conrady, Schulleiterin der Franz-von-Assisi-Schule. Darüber hinaus steigern die alljährlich stattfindenden Bundesjugendspiele aus ihrer Sicht das Gemeinschaftsgefühl.

Gleiches gilt für den Sieg, den Drittklässler bei der Stadtmeisterschaft im Fußball für die Franz-von-Assisi-Schule davontrugen.

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