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Theater

29.07.2017

Integration mit Augenzwinkern

Wenn der Käsekuchen aus Schafskäse gemacht wird

Jeder spricht von Integration – aber was ist damit gemeint? Dazu hat Fikret Yakaboylu vom Kültürverein das augenzwinkernde Stück „Käsekuchen“ geschrieben, das jetzt in der Kresslesmühle uraufgeführt wurde.

Darin finden sich zehn junge Geflüchtete – treffend gespielt von Mitgliedern des Jugendclubs des Jungen Theaters Augsburg – in einer Integrationsklasse. Ein Missverständnis ergibt das andere: Begriffe aus der deutschen Sprache nehmen die Schüler wörtlich. „Stattfinden“ wird zu „Stadt finden“; und wenn der Lehrer sagt „Ihr macht mich fertig!“, verstehen die Schüler, dass der Unterricht nun „fertig“ ist.

Am drolligsten wird die Integrationsfrage dort, wo es um die Geschlechterrollen geht. So erhalten die Jungs, bei denen die „Mama“ zu Hause immer alles macht, die Aufgabe, einen Käsekuchen zu backen, und die Mädchen sollen einen Stuhl zimmern. Der Käsekuchen ist schließlich aus Schafskäse, der Stuhl hält das Gewicht des Rektors nicht aus, und auch wenn sich nun die Jungs als Mädchen verkleidet haben und die Mädchen als coole Jungs, bleibt am Ende alles beim Alten: Die Jungs planen ein Integrationscafé, für das – wer denn sonst? – die Mädchen die Kuchen backen. (gek)

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