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01.07.2010

Kinder setzen sich mit Armut auseinander

Der Nachwuchs der AWO-Kindertagesstätte Mühlbachviertel ließ Luftballons aufsteigen, um ein Zeichen gegen Armut zu setzen. Foto: Ruth Plössel
Bild: Ruth Plössel

Pfersee Was bedeutet es, arm zu sein, wie entsteht Armut und wie kann man helfen? Mit dieser Frage beschäftigten sich etwa 60 Kinder der AWO-Kindertagesstätte Mühlbachviertel eine Woche lang. Sie beteiligten sich am bayernweiten Aktionstag der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gegen Armut und soziale Ausgrenzung.

Ihre Gedanken zu dem Thema fassten sie gemeinsam mit dem Musiker Andi Traub in dem selbst komponierten Lied "Arm oder reich, das ist uns ganz egal" zusammen. Was Armut in der Realität bedeutet, zeigten sie mit einem Film zu ihren Gesprächen mit Obdachlosen in der Fußgängerzone, Mitarbeitern der ARGE und Besuchern der Suppenküche Auf dem Kreuz.

Und dass schöne Dinge nicht teuer sein müssen, präsentierte eine Vernissage mit selbst gebastelten Kunstwerken aus Haushaltsabfällen. Den Erlös aus dem Verkauf der Werke spendeten die kleinen Künstler zu gleichen Teilen der Augsburger Tafel und dem AWO-Hilfsfonds, der von Armut betroffene Kinder mit Zuschüssen unterstützt.

Beeindruckt von der gesamten Aktion nahm Johann Stecker, Vorstand der Augsburger Tafel, die acht Kisten gespendete Lebensmittel und Hygieneartikel entgegen. Aus seiner Sicht ist es wichtig, dass die Kinder den Unterschied zwischen arm und reich, aber auch die Hintergründe kennen, wie es zu Armut kommen kann. Stecker zeigte den Kindern, wie die Tafel mit 228 ehrenamtlichen Helfern und sieben Fahrzeugen wöchentlich rund 20 Tonnen Lebensmittel verteilt. (AZ)

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